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Sun Java Enterprise System 2005Q1-Installationshandbuch

Kapitel 12
Deinstallieren von Komponenten

Dieses Kapitel enthält Anweisungen für die Deinstallation von Sun Java™ Enterprise System (Java ES)-Komponenten, die mit dem Java ES-Installationsprogramm installiert wurden.

Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte:


Voraussetzungen

In der folgenden Tabelle sind die Aufgaben aufgeführt, die vor der Deinstallation ausgeführt werden sollten. Einige Aufgaben gelten möglicherweise nicht für Ihren speziellen Fall.

In der linken Spalte wird die allgemeine Durchführungsreihenfolge der Aufgaben angegeben, in der mittleren Spalte wird die erforderliche Maßnahme erläutert und in der rechten Spalte finden Sie weitere nützliche Informationen sowie den Speicherort der entsprechenden Anweisungen.

Tabelle 12–1  Checkliste vor der Deinstallation 

Reihenfolge

Beschreibung der Aufgabe

Anweisungen oder hilfreiche Informationen

1

Überprüfen Sie die Anforderungen und die Vorgänge jeglicher Software, die mit dem Java ES-Installationsprogramm auf den einzelnen Hosts Ihres Systems installiert wurde. Identifizieren Sie Komponentenabhängigkeiten aufgrund von Konfigurationen und ergreifen Sie die entsprechenden Maßnahmen, wie beispielsweise Datensicherung, Dekonfiguration der Komponentenabhängigkeit oder Deinstallation der Komponenten in der richtigen Reihenfolge.

Planung der Deinstallation

Komponentenabhängigkeiten aufgrund der Konfiguration

2

Überprüfen Sie die Anforderungen und Vorgänge der einzelnen Komponenten, die Sie deinstallieren möchten.

Überprüfen der Deinstallationsvorgänge für Java ES-Komponenten

3

Erstellen Sie eine Kopie der Produktregistrierung. Die Sicherheitskopie dient der Wiederherstellung nach einer fehlgeschlagenen Deinstallation.

Unter Solaris: /var/sadm/install/productregistry
Unter Linux: /var/opt/sun/install/productregistry

4

Sichern bzw. archivieren Sie die Konfigurations- oder Benutzerdaten für Komponenten, die Sie deinstallieren, wenn Sie diese Daten bei nachfolgenden Installationen verwenden möchten.

Überprüfen der Deinstallationsvorgänge für Java ES-Komponenten

5

Vergewissern Sie sich, dass die Directory Server-Instanz, die als Host für das Konfigurationsverzeichnis fungiert, ausgeführt wird.

Diese Directory Server-Instanz muss ausgeführt werden, damit das Deinstallationsprogramm die Komponenten, die Sie deinstallieren, dekonfigurieren kann.

6

Falls erforderlich, tragen Sie die Administratorzugangsinformationen für Administration Server, Directory Server und Access Manager zusammen.

Gewähren von Administratorzugriff für das Deinstallationsprogramm.

7

Dekonfigurieren Sie Administration Server vor der Deinstallation von Messaging Server, wenn es auf einem eigenen System installiert wurde.

So dekonfigurieren Sie Administration Server:

/usr/sbin/mpsadmserver unconfigure


Funktionsweise des Deinstallationsprogramms

Java ES bietet ein Deinstallationsprogramm zum Entfernen der Komponenten an, die mithilfe des Java ES-Installationsprogramms auf Ihrem System installiert wurden. Das Deinstallationsprogramm kann im grafischen, textbasierten oder automatischen Modus ausgeführt werden.

Während der Installation speichert das Java ES-Installationsprogramm das Java ES-Deinstallationsprogramm in folgendem Verzeichnis:

/var/sadm/prod/entsys/

Nach der Deinstallation aller Java ES-Komponenten wird diese Datei automatisch gelöscht.


Hinweis

Sie können den optionalen Parameter -no verwenden, um das Deinstallationsprogramm auszuführen, ohne Software zu deinstallieren. Diese Option ermöglicht es Ihnen, sich mit dem Deinstallationsprogramm vertraut zu machen und eine Statusdatei für die nachfolgende Deinstallation im automatischen Modus zu erstellen.


Allgemeine Vorgänge

Das Deinstallationsprogramm kann, ebenso wie das Java ES-Installationsprogramm, im grafischen, textbasierten oder automatischen Modus ausgeführt werden.

Handhabung gegenseitiger Abhängigkeiten

Je nachdem, welche Komponenten installiert wurden und wie diese miteinander verknüpft sind, können die im Deinstallationsprogramm ausgeführten Vorgänge unterschiedlich sein.

Das Deinstallationsprogramm erkennt die folgenden gegenseitigen Abhängigkeiten nicht:

Komponentenabhängigkeiten von Remote-Hosts

Einige Abhängigkeiten von Komponenten können über auf Remote-Hosts bereitgestellte Komponenten erfüllt werden. Das Deinstallationsprogramm erkennt Abhängigkeiten dieser Art nicht.

Wenn Sie beispielsweise versuchen, Directory Server zu deinstallieren, weist das Deinstallationsprogramm nicht in einer Warnmeldung darauf hin, dass Access Manager von Directory Server abhängt, selbst wenn beide Produkte auf demselben Host bereitgestellt werden. Das liegt daran, dass eine andere Directory Server-Instanz auf einem anderen Host Access Manager unterstützen könnte.

Komponentenabhängigkeiten aufgrund der Konfiguration

Das Deinstallationsprogramm erkennt eine Komponentenabhängigkeit nicht, die Ergebnis einer nach der Installation vorgenommenen Konfiguration ist.

Beispiel: Angenommen, Sie installieren Portal Server und Calendar Server auf demselben Host und konfigurieren anschließend Portal Server für die Verwendung von Calendar Server für den Kalenderkanal von Portal Server. Nach Abschluss dieser Konfiguration ist Portal Server von Calendar Server abhängig. Wenn Sie jedoch Calendar Server deinstallieren, erhalten Sie im Deinstallationsprogramm keine Warnung bezüglich der Abhängigkeit zwischen Portal Server und Calendar Server, da dem Deinstallationsprogramm die nach der Installation vorgenommene Konfiguration nicht bekannt ist.


Planung der Deinstallation

Bevor Sie das Deinstallationsprogramm verwenden, sollten Sie Ihre Installation überprüfen und die Schritte planen, die Sie möglicherweise ausführen müssen, um Datenverluste oder Verbindungsverluste bei Abhängigkeiten zu vermeiden. Dabei ist das Verständnis der Vorgänge der unterschiedlichen Java ES-Komponenten bei der Deinstallation von entscheidender Bedeutung.

Dieses Kapitel umfasst die folgenden Unterabschnitte:

Überprüfung der installierten Java ES-Software

Wenden Sie eines der folgenden Verfahren an, um die Java ES-Komponentensoftware zu überprüfen, die bereits auf den einzelnen Hosts installiert wurde:

    So zeigen Sie die installierte Software mit dem Deinstallationsprogramm an
  1. Rufen Sie als root-Benutzer das Verzeichnis auf, in dem sich das Deinstallationsprogramm befindet:
  2. cd /var/sadm/prod/entsys

  3. Zur Überprüfung des lokalen Systems führen Sie das Deinstallationsprogramm aus, ohne die Software zu deinstallieren.
  4. Im grafischen Modus:

    ./uninstall -no

    Im textbasierten Modus:

    ./uninstall -no -noconsole

    Um Informationen zur vollständigen Syntax für den Deinstallationsbefehl zu erhalten, lesen Sie den Abschnitt Uninstall-Befehl im Anhang.

  5. Durchlaufen Sie die Seiten des Deinstallationsprogramms, bis Sie zur Liste der installierten Produkte gelangen.
  6. Beenden Sie das Deinstallationsprogramm, wenn Sie die Überprüfung der Liste der installierten Komponenten abgeschlossen haben.
  7. Es wurde keine Software deinstalliert.

    So zeigen Sie installierte Software über das Dienstprogramm Solaris prodreg an

Sie haben die Möglichkeit, das Dienstprogramm prodreg zur Anzeige von Informationen zu allen auf Ihrem System installierten Paketen, einschließlich der Java ES-Komponenten, zu verwenden. Anhand dieser Informationen lassen sich Komponentenabhängigkeiten überprüfen. Im Dienstprogramm prodreg werden zudem unvollständige Pakete angegeben, für die möglicherweise eine besondere Vorgehensweise erforderlich ist. Weitere Informationen zu prodreg erhalten Sie auf den Manpages. Bei den Betriebssystemen Solaris 10 und Solaris 9 sowie bei einigen Versionen des Betriebssystems Solaris 8 führen Sie das Dienstprogramm wie folgt aus:

prodreg

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Manpage zu prodreg.

Überprüfen der Deinstallationsvorgänge für Java ES-Komponenten

Überprüfen Sie die relevanten Tabellen in diesem Abschnitt, um herauszufinden, wie das Deinstallationsprogramm mit den Komponenten verfährt. Planen Sie die Schritte, die Sie möglicherweise ausführen müssen, um Datenverluste oder Verbindungsverluste bei Abhängigkeiten zu vermeiden.

Dieses Kapitel umfasst die folgenden Unterabschnitte:

Access Manager Vorgänge bei der Deinstallation

Tabelle 12–2  Access Manager Details der Deinstallation 

Thema

Details

Konfigurationsdaten

Es werden keine Einträge aus Directory Server entfernt (einschließlich spezifischer Daten für Access Manager).

Abhängigkeiten

Directory Server
Web Server oder Application Server

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

  • Portal Server (muss sich auf demselben Host befinden wie Access Manager)
  • Calendar Server, wenn für Single Sign On (SSO) konfiguriert
  • Instant Messaging, wenn für Portal Server SSO konfiguriert
  • Messaging Server, wenn für SSO konfiguriert
  • Communications Express, wenn für SSO konfiguriert und wenn Schema 2 verwendet wird

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

Bei der Deinstallation wird Access Manager im Webcontainer nur für vollständige Installationen in Web Server oder Application Server dekonfiguriert. Access Manager in Drittanbieter-Webcontainern wird nicht dekonfiguriert. Zudem werden SDK-Installationen in Webcontainern nicht dekonfiguriert (Web Server, Application Server, BEA WebLogic, IBM WebSphere).

Entfernen Sie außerdem folgende Dateien, die sich im Verzeichnis /var/sadm/install befinden (sofern vorhanden):

.lockfile
.pkg.lock

Vorgänge bei der Deinstallation von Administration Server

Tabelle 12–3  Details zur Deinstallation von Administration Server 

Thema

Details

Konfigurationsdaten

  • Proxy-Informationen für die Verwaltung anderer Server gehen bei der Deinstallation verloren.
  • Die Konfigurationsdaten, die von Administration Server für die Verwaltung anderer Server verwendet werden, verbleiben auf dem Konfigurations-Directory Server. Diese Informationen können bei einer späteren Installation von Administration Server wiederverwendet werden.

Abhängigkeiten

Directory Server

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Für Directory Proxy Server und Messaging Server ist Administration Server erforderlich. Directory Server kann so konfiguriert werden, dass dafür Administration Server erforderlich ist.

Hinweis: Wenn Sie Administration Server entfernen und Directory Server nicht, muss Directory Server mithilfe anderer Dienstprogramme verwaltet werden, die Bestandteil von Directory Server sind. Weitere Informationen erhalten Sie in der Dokumentation zu Directory Server unter http://docs.sun.com/coll/DirectoryServer_05q1.

Aufgaben vor der Deinstallation

Vergewissern Sie sich, dass der Konfigurations-Directory Server ausgeführt wird und dass Sie die Benutzer-ID und das Passwort für den Administrator zur Hand haben.

Nach der Deinstallation

Keine

Vorgänge bei der Deinstallation von Application Server

Tabelle 12–4  Details zur Deinstallation von Application Server 

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

  • Die während der Installation erstellte Standarddomäne wird bei der Deinstallation entfernt.
  • Konfigurierte administrative Domänen, einschließlich aller Administration Server- und Application Server-Instanzen, werden bei der Deinstallation nicht entfernt.
  • Alle Administration Server- und Application Server-Instanzen werden vor der Durchführung der Deinstallation angehalten.

Abhängigkeiten

Message Queue muss auf demselben System vorhanden sein.

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

  • Access Manager (wenn für Application Server konfiguriert)
  • Portal Server (wenn für Application Server konfiguriert)
  • Communications Express (wenn für Application Server konfiguriert)

Aufgaben vor der Deinstallation

Wenn Sie die Konfigurationsdaten nicht verlieren möchten, müssen Sie eine Kopie der Verzeichnisse der Administrationsdomäne erstellen.

Nach der Deinstallation

Um Application Server vollständig von Ihrem System zu entfernen, müssen Sie alle verbleibenden Protokolldateien und Verzeichnisse für Application Server entfernen. Standardspeicherorte für Application Server-Verzeichnisse sind:

Solaris:

/var/opt/SUNWappserver
/opt/SUNWappserver

Linux:

/var/opt/sun/appserver
/opt/sun/apserver

Informationen für nach der Deinstallation durchzuführende Message Queue-Aufgaben finden Sie in Tabelle 12–11.

Vorgänge bei der Deinstallation von Calendar Server

Tabelle 12–5  Details zur Deinstallation von Calendar Server 

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

Die Konfigurations- und Benutzerdaten bleiben bei der Deinstallation erhalten und werden bei einer darauf folgenden Installation überschrieben.

Anpassungen von Calendar Server werden bei der Deinstallation entfernt.

Abhängigkeiten

  • Directory Server
  • Access Manager, wenn eine Konfiguration für Single Sign-On (SSO) stattfand oder wenn Sie Schema 2 verwenden möchten
  • Messaging Server (oder ein anderer Mail-Server für den E-Mail-Benachrichtigungsdienst von Calendar Server)

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

  • Portal Server (bei Konfiguration zur Verwendung von Calendar Server für den Kalenderkanal von Portal Server)
  • Communications Express

Aufgaben vor der Deinstallation

Wenn Sie die Konfigurations- und Benutzerdaten später erneut verwenden möchten, führen Sie den im Sun Java System Calendar Server Administration Guide (http://docs.sun.com/doc/819-0024) beschriebenen Migrationsprozess aus.

Aufgaben nach der Deinstallation

Entfernen Sie alle verbliebenen Protokolldateien und Calendar Server-Verzeichnisse, die nicht benötigt werden.

Vorgänge bei der Deinstallation von Communications Express

Tabelle 12–6  Details zur Deinstallation von Communications Express 

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

Alle Konfigurationsdaten, Benutzerdaten und Einstellungen der Benutzeroberfläche sind nach der Deinstallation weiterhin vorhanden.

Communications Express-Dateien werden in zwei Verzeichnissen gespeichert:

Standardmäßige Paketinstallation:

Solaris: /opt/SUNWuwc
Linux: /opt/sun/uwc

Bei der Konfiguration standardmäßig erstellte Anwendungsbereitstellung:

Solaris: /var/opt/SUNWuwc
Linux: /var/opt/sun/uwc

Wenn Sie Communications Express deinstallieren, entfernt das Deinstallationsprogramm nur die Daten aus dem Paketinstallationsverzeichnis. Die Daten im Verzeichnis für die Anwendungsbereitstellung sind weiterhin vorhanden. Sie können die Anwendung im Anwendungsbereitstellungsverzeichnis aufrufen.

Alle Konfigurationsdaten und Benutzeroberflächenanpassungen werden jedoch während der Neukonfiguration überschrieben. Die Benutzerdaten bleiben auch nach der Neukonfiguration erhalten.

Abhängigkeiten

  • Application Server (wenn zur Ausführung in Application Server konfiguriert)
  • Web Server (wenn zur Ausführung in Application Server konfiguriert)
  • Identity Server (wenn für SSO konfiguriert)
  • Directory Server
  • Calendar Server
  • Messaging Server

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Keine

Aufgaben vor der Deinstallation

Dekonfigurieren von Communications Express. Lesen Sie hierzu den Abschnitt „Unconfiguring Communications Express“ im Sun Java System Communications Express Administration Guide unter http://docs.sun.com/doc/819-0115.

Aufgaben nach der Deinstallation

Entfernen Sie alle verbliebenen Protokolldateien und Communications Express-Verzeichnisse, die nicht benötigt werden.

Vorgänge bei der Deinstallation von Directory Server

Tabelle 12–7  Details zur Deinstallation von Directory Server 

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

Wenn Sie die Directory Server-Instanz deinstallieren, die als Host für das Konfigurationsverzeichnis dient, werden Verzeichnisinformationen während der Deinstallation entfernt. Wenn Sie die Directory Server-Instanz deinstallieren, die als Host für die Benutzerdaten fungiert, wird die Directory Server LDAP-Datenbank während der Deinstallation entfernt.

Vorsicht: Um einen Datenverlust zu vermeiden, müssen Sie unbedingt vor der Deinstallation eine Sicherungskopie der Directory Server-Informationen erstellen. Directory Server enthält mehrere Tools und Dienstprogramme für die Sicherung von Directory Server und die Migration von Konfigurationsdaten. Weitere Informationen erhalten Sie in der Dokumentation zu Directory Server unter http://docs.sun.com/coll/DirectoryServer_05q1.

Vorsicht: Sie erhalten keine Warnung, bevor die Deinstallation des Konfigurationsverzeichnisses fortgesetzt wird (enthält Konfigurationsinformationen unter dem Suffix o=NetscapeRoot). Wenn Sie ein zentralisiertes Konfigurationsverzeichnis deinstallieren, aus dem andere Verzeichnisse Konfigurationsinformationen beziehen, können Sie danach keine Administrationsaufgaben für diese Verzeichnisse durchführen.

Abhängigkeiten

Keine

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

  • Administration Server
  • Calendar Server
  • Directory Proxy Server
  • Access Manager
  • Instant Messaging
  • Messaging Server
  • Portal Server
  • Communications Express

Aufgaben vor der Deinstallation

  • Erstellen Sie gegebenenfalls eine Sicherungskopie für Directory Server und die Directory Server LDAP-Datenbank.
  • Vergewissern Sie sich, dass die Directory Server-Instanz, die als Host für das Konfigurationsverzeichnis fungiert, ausgeführt wird und dass Sie die Benutzer-ID und das Passwort für den Administrator zur Hand haben.

Aufgaben nach der Deinstallation

Für die Deinstallation von Directory Server müssen die verbliebenen Dateien und Verzeichnisse möglicherweise manuell entfernt werden.

Vorgänge bei der Deinstallation von Directory Proxy Server

Tabelle 12–8  Details zur Deinstallation von Directory Proxy Server 

Thema

Details

Konfigurationsdaten

  • Die Konfigurationsdaten für die Instanz von Directory Proxy Server, die deinstalliert wird, werden während der Deinstallation entfernt.
  • Von verschiedenen Instanzen von Directory Proxy Server gemeinsam verwendete Konfigurationsdaten bleiben bei der Deinstallation erhalten.
  • Directory Proxy Server verfügt nicht über Benutzerdaten.

Abhängigkeiten

Zwischen Directory Proxy Server und dem lokalen oder Remote-Directory Server, der als Konfigurations-Directory Server fungiert, besteht eine logische Abhängigkeit. Directory Proxy Server ist von einer lokalen Instanz von Administration Server abhängig.

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Keine

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

Keine

Vorgänge bei der Deinstallation von Instant Messaging

Tabelle 12–9  Details zur Deinstallation von Instant Messaging 

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

Sämtliche Konfigurationsdaten sind nach der Deinstallation weiterhin vorhanden und können bei der nachfolgenden Installation erneut verwendet werden.

Abhängigkeiten

  • Directory Server
  • Access Manager SDK

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Portal Server, wenn zur Verwendung des Instant Messaging-Kanals konfiguriert

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

Keine

Vorgänge bei der Deinstallation von Messaging Server

Tabelle 12–10  Details zur Deinstallation von Messaging Server

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

Sämtliche Konfigurationsdaten und Anpassungen sind nach der Deinstallation weiterhin vorhanden und können bei der nachfolgenden Installation erneut verwendet werden.

Abhängigkeiten

  • Directory Server
  • Administration Server (müssen sich auf demselben Host befinden)
  • Web Server (für Mailfunktionen wie beispielsweise Filter)
  • Access Manager (bei Verwendung von Schema 2)

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

  • Calendar Server
  • Portal Server, wenn mit Messaging-Kanälen konfiguriert
  • Communications Express, wenn Messaging verwendet wird

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

Je nach Umständen müssen Sie möglicherweise nach der Deinstallation einige Aufgaben durchführen. Diese sind unter Vorgänge nach der Deinstallation von Messaging Server beschrieben.

Vorgänge bei der Deinstallation von Message Queue

Tabelle 12–11  Details zur Deinstallation von Message Queue 

Thema

Details

Konfigurationsdaten

Instanzenbezogene Konfigurationsdaten, Benutzer-Repository und Zugriffssteuerungsdatei sind nach der Deinstallation weiterhin vorhanden und können bei der nachfolgenden Neuinstallation erneut verwendet werden.

Abhängigkeiten

Directory Server (optional)

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Application Server (muss sich auf demselben Host befinden wie Message Queue)

Aufgaben vor der Deinstallation

  • Halten Sie sämtliche ausgeführten Broker an. Sie werden zur Eingabe des Benutzernamens (admin) und des Passworts aufgefordert:

    imqcmd shutdown bkr [-b hostname:anschluss]
  • Wenn Sie nicht vorhaben, Message Queue erneut zu installieren, und daher dynamische Daten, das Flatfile-Benutzer-Repository und die der jeweiligen Broker-Instanz zugeordnete Zugriffssteuerungsdatei löschen möchten, entfernen Sie diese Daten mit folgendem Befehl:

    imqbrokerd -name instanzenname -remove instanz
  • Wenn Sie Message Queue mit dem Aktualisierungs-Skript für Message Queue aktualisieren, notieren Sie sich den Prozess. Das Aktualisierungs-Skript schreibt keine Installationsinformationen in die JES-Registrierung. Informationen hierzu erhalten Sie im Java Enterprise System Aufrüstungs- und Migrationshandbuch (http://docs.sun.com/doc/819-2232).

Aufgaben nach der Deinstallation

Wenn Sie nicht vorhaben, Message Queue erneut zu installieren, verwenden Sie die Befehle in der Dokumentation zu der entsprechenden Komponente, um das System zu bereinigen. Die Dokumentation zu Message Queue ist unter folgender Adresse verfügbar: http://docs.sun.com/coll/MessageQueue_35_SP1

Vorgänge bei der Deinstallation von Portal Server

Tabelle 12–12  Details zur Deinstallation von Portal Server  

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

  • Konfigurationsdaten werden bei der Deinstallation entfernt. Die Dekonfiguration umfasst das Entfernen von Diensten, die in Access Manager durch Portal Server erstellt wurden.
  • Anbieter von Benutzerkanälen werden bei der Deinstallation nicht entfernt und können nach einer darauf folgenden Installation wiederverwendet werden.
  • Benutzerdefinierte Konfigurationsdaten (Anzeigeprofile, Eigenschaftsdateien, Ressourcenzeichenfolgen und sonstige Anpassungen) werden vom Deinstallationsprogramm nicht entfernt. Diese Daten können bei der nachfolgenden Installation nur erneut verwendet werden, wenn Portal Server auf demselben Host mit derselben Konfiguration neu installiert wird.

Abhängigkeiten

  • Directory Server
  • Application Server oder Web Server (Konfiguration für eine Abhängigkeit von IBM WebSphere oder BEA WebLogic ist ebenfalls möglich.)
  • Access Manager

Wenn zur Verwendung von Portal Server-Kanälen konfiguriert:

  • Calendar Server
  • Messaging Server
  • Instant Messaging

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Keine

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

  • Wenn Sie Portal Server in Web Server ausführen und nur Portal Server entfernen möchten, muss Access Manager neu gestartet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Access Manager-bezogene Aufgaben nach der Deinstallation.
  • Bei einer Bereitstellung von Portal Server für den IBM WebSphere-Webcontainer können unter Umständen weitere Deinstallationsaufgaben erforderlich sein.

Vorgänge bei der Deinstallation von Portal Server Secure Remote Access

Tabelle 12–13  Details für die Deinstallation von Portal Server Secure Remote Access  

Thema

Details

Konfigurationsdaten

  • Sämtliche Konfigurationsdaten für die Komponente Portal Server Secure Remote Access Core werden bei der Deinstallation entfernt.
  • Die Bereitstellung aller Webanwendungen, die bereitgestellt wurden, wird aufgehoben.
  • Die Benutzer können nicht auf Konfigurationsdaten der Komponenten Portal Server Secure Remote Access Gateway, Netlet Proxy und Rewriter Proxy zugreifen.

Abhängigkeiten

  • Es besteht eine Abhängigkeit zwischen Portal Server Secure Remote Access und Portal Server.
  • Die Komponenten Portal Server Secure Remote Access Gateway, Netlet Proxy und Rewriter Proxy sind von Access Manager SDK abhängig.
  • Portal Server und Portal Server Secure Remote Access Support müssen sich auf demselben Host und im selben Verzeichnis befinden.
  • Access Manager SDK muss sich auf demselben Host befinden wie Gateway, Netlet Proxy und Rewriter Proxy. Gateway, Netlet Proxy und Rewriter Proxy dürfen sich nicht im selben Verzeichnis befinden.
  • Sie können jede beliebige Portal Server Secure Remote Access-Komponente entfernen, ohne dass hierdurch abhängige Komponenten entfernt werden.
  • Sie können Gateway entfernen und Access Manager SDK auf dem Host belassen.

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Keine

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

Keine

Vorgänge bei der Deinstallation von Sun Cluster

Tabelle 12–14  Details zur Deinstallation der Sun Cluster-Software 

Thema

Details

Konfigurationsdaten

Entfernen Sie die Sun Cluster-Software nicht mithilfe des Java Enterprise-System-Deinstallationsprogramms, außer wenn lediglich Software entfernt werden soll, die zwar installiert, aber nie zur Konfiguration eines Cluster-Knotens verwendet wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Deinstallation der Sun Cluster-Software.

Abhängigkeiten

Sun Cluster Core und Agents für Sun Cluster müssen gemeinsam entfernt werden.

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

Keine

Aufgaben vor der Deinstallation

Sun Cluster-Software sollte nur mit den Dienstprogrammen deinstalliert werden, die in der Sun Cluster-Installation enthalten sind.

Aufgaben nach der Deinstallation

Sie müssen möglicherweise die Datei productregistry nach der Deinstallation der Sun Cluster-Software aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie unter Deinstallation der Sun Cluster-Software.

Vorgänge bei der Deinstallation von Web Server

Tabelle 12–15  Details zur Deinstallation von Web Server 

Thema

Details

Konfigurationsdaten und Benutzerdaten

  • Konfigurationsdaten und Benutzerdaten werden während der Deinstallation nicht entfernt.
  • Die Verzeichnisse für die Administration Server-Instanzen von Web Server und die konfigurierten Web Server-Instanzen werden im Installationsverzeichnis beibehalten. Das ursprünglich konfigurierte Dokument-Root-Verzeichnis wird ebenfalls beibehalten.
  • Administration Server-Instanzen für Web Server und Web Server-Instanzen werden vor der Durchführung der Deinstallation angehalten.

Abhängigkeiten

Keine

Produkte, für die diese Installation erforderlich ist

  • Access Manager, wenn zur Ausführung in Web Server konfiguriert
  • Portal Server, wenn zur Ausführung in Web Server konfiguriert
  • Communications Express
  • Application Server Load Balancing Plugin

Aufgaben vor der Deinstallation

Keine

Aufgaben nach der Deinstallation

  • Erstellen Sie zur Beibehaltung der Konfigurationsdaten im Installationsverzeichnis eine Sicherungskopie der Verzeichnisse für die Administration Server-Instanzen von Web Server und die Web Server-Instanzen.
  • Wenn Sie danach Web Server im selben Verzeichnis installieren, darf das Installationsverzeichnis nicht existieren. Entfernen Sie das Installationsverzeichnis und alle benutzerdefinierten Konfigurationen manuell, bevor Sie eine erneute Installation im selben Verzeichnis durchführen.

Gewähren von Administratorzugriff für das Deinstallationsprogramm

Je nachdem, welche Komponenten Sie zur Deinstallation auswählen, müssen Sie dem Administrator des Deinstallationsprogramms möglicherweise Administratorzugriff für Access Manager, Administration Server und Directory Server gewähren.

In der folgenden Tabelle werden die Informationen angegeben, die das Deinstallationsprogramm zum Gewähren des Administratorzugriffs benötigt. In der linken Spalte jeder Tabelle werden die Beschriftungen für den grafischen Modus und die Statusdateiparameter der Informationen aufgeführt, die angegeben werden müssen. In der rechten Spalte werden die Informationen näher beschrieben.

Tabelle 12–16  Erforderliche Administrationsinformationen 

Beschriftung und Statusdateiparameter

Beschreibung

Access Manager 

Admin-Benutzer-ID
IS_IAS81_ADMIN

Benutzer-ID für den Administrator von Application Server.

Administratorpasswort
IS_IAS81_ADMINPASSWD

Passwort des Administrators von Application Server.

Directory-Manager-DN
IS_DIRMGRDN

Distinguished Name (DN) des Benutzers mit uneingeschränktem Zugriff auf Directory Server.

Der Standardwert ist cn=Directory Manager.

Directory-Manager-Passwort
IS_DIRMGRPASSWD

Passwort für den Directory-Manager.

Administration Server 

Admin-Benutzer-ID
ADMINSERV_CONFIG_ADMIN_USER

Benutzer-ID für den Administrator des Konfigurationsverzeichnisses. Administration Server verwendet diese ID zum Verwalten von Konfigurationsverzeichnisdaten.

Administratorpasswort
ADMINSERV_CONFIG_ADMIN_PASSWORD

Passwort für den Administrator des Konfigurationsverzeichnisses.

Directory Server 

Admin-Benutzer-ID
CONFIG_DIR_ADM_USER

Benutzer mit Administratorrechten für das Konfigurationsverzeichnis. Dieser Benutzer hat die Möglichkeit, die Konfiguration von Directory Server zu ändern. Dazu zählt auch das Erstellen und Entfernen von Suffixen. Hierbei gelten die Einschränkungen hinsichtlich der Zugriffssteuerung.

Administratorpasswort
CONFIG_DIR_ADM_PASSWD

Passwort für den Administrator.


Ausführen des Deinstallationsprogramms

Wenn Sie die zutreffenden Aufgaben unter Voraussetzungen ausgeführt haben, sind Sie zum Ausführen des Deinstallationsprogramms bereit. Dieser Abschnitt enthält Informationen zu den drei Zugriffsmöglichkeiten auf das Deinstallationsprogramm.

Informationen zum Dienstprogramm für die Deinstallation erhalten Sie unter Anhang D, „Installationsbefehle“. Sollten bei der Deinstallation Probleme auftreten, lesen Sie Kapitel 13, „Problembehebung“.

Ausführen des Deinstallationsprogramms im grafischen Modus

Dieser Abschnitt enthält Anweisungen zur Verwendung der interaktiven grafischen Oberfläche für die Deinstallation der Java ES-Komponenten.

    So starten Sie das grafische Deinstallationsprogramm
  1. (Optional) Ermöglichen Sie den Zugriff auf Ihre lokale Anzeige.
  2. Wenn Sie sich bei einem Remote-Computer anmelden, vergewissern Sie sich, dass die DISPLAY-Umgebungsvariable vorschriftsmäßig auf die lokale Anzeige eingestellt ist. Wenn die DISPLAY-Variable nicht vorschriftsmäßig eingestellt ist, wird das Installationsprogramm im textbasierten Modus ausgeführt.

    • Beispiel für C-Shell (Computername myhost):
    • setenv DISPLAY myhost:0.0

    • Beispiel für Korn-Shell (Computername myhost):
    • DISPLAY=myhost:0.0

      Möglicherweise müssen Sie eine Anzeigeberechtigung für das Deinstallationsprogramm in Ihrer lokalen Anzeige gewähren. Sie können beispielsweise folgenden Befehl verwenden, um von myhost aus dem Root-Benutzer auf serverhost eine Anzeigeberechtigung zu erteilen:

      myhost> xauth extract - myhost:0.0 | rsh -l root serverhost xauth merge -


      Hinweis

      Eine vollständige Anleitung zum sicheren Gewähren solcher Berechtigungen erhalten Sie im Kapitel „Manipulating Access to the Server“ im Solaris X Window System Developer’s Guide (http://docs.sun.com/doc/816-0279).


  3. Wenn Sie nicht als root angemeldet sind, melden Sie sich als „superuser“ an.
  4. Begeben Sie sich zu folgendem Verzeichnis:
  5. cd /var/sadm/prod/entsys/

  6. Starten Sie das grafische Deinstallationsprogramm:
  7. ./uninstall

    Die Begrüßungsseite wird angezeigt.

  8. Klicken Sie auf „Weiter“, um fortzufahren.
  9. Die Seite „Komponenten wählen“ wird angezeigt.

    So wählen Sie die Komponenten für die Deinstallation aus
  1. Überprüfen Sie die Komponenten und wählen Sie diejenigen aus, die Sie deinstallieren möchten.
    • Komponenten, die auf Ihrem System installiert sind, sind aktiviert und können ausgewählt werden. Komponenten, die nicht auf dem System installiert sind, werden abgeblendet dargestellt und können nicht ausgewählt werden.
    • Einige Komponenten enthalten Unterkomponenten. Erweitern Sie die Anzeige der Komponenten, um die Unterkomponenten anzuzeigen.
    • Wenn Sie eine Komponente deaktivieren, die über Unterkomponenten verfügt, erweitern Sie die Komponente, um die Liste der Unterkomponenten zu überprüfen.
  2. Wenn die Auswahl Ihren Vorstellungen entspricht, klicken Sie auf „Weiter“.
  3. Wenn das Deinstallationsprogramm bei den ausgewählten Produkten Komponentenabhängigkeiten erkennt, wird eine Warnung hinsichtlich des möglichen Verlusts von Konfigurationsdaten angezeigt. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
    1. Klicken Sie auf „Weiter“, um mit der Deinstallation fortzufahren.
    2. Klicken Sie auf „Schließen“, um zur Seite „Komponentenauswahl“ zurückzukehren.
    So gewähren Sie Administratorzugriff

Je nachdem, welche Komponenten Sie zum Entfernen ausgewählt haben, werden Sie im Deinstallationsprogramm zur Eingabe von Administrator-IDs und -Passwörtern aufgefordert. Ausführliche Informationen zu den Angaben, die für das Deinstallationsprogramm zur Verfügung gestellt werden müssen, finden Sie unter Gewähren von Administratorzugriff für das Deinstallationsprogramm.


Hinweis

Darüber hinaus fordert Sie das Deinstallationsprogramm möglicherweise zur Eingabe einer Anschlussnummer oder eines Hostnamens auf.


  1. Geben Sie die erforderlichen Administratorinformationen an.
  2. Klicken Sie auf „Weiter“, um mit der Seite „Bereit für Deinstallation“ fortzufahren.
    So bestätigen Sie die Deinstallationsbereitschaft

Bevor Software von Ihrem System entfernt wird, zeigt das Deinstallationsprogramm die Seite „Bereit für Deinstallation“ an, auf der die zum Entfernen ausgewählten Komponenten sowie der insgesamt freigegebene Speicherplatz aufgeführt werden.

  1. Überprüfen Sie die Deinstallationsauswahl.
    1. Falls Änderungen vorgenommen werden müssen, klicken Sie auf den aufeinander folgenden Seiten auf „Zurück“, bis Sie zur Seite „Komponentenauswahl“ gelangen.
    2. Nehmen Sie auf der Seite „Komponentenauswahl“ nach Bedarf Änderungen vor.
    3. Klicken Sie auf „Weiter“ und blättern Sie erneut durch die Seiten des Deinstallationsprogramms.
    4. Im Deinstallationsprogramm werden zuvor angegebene Werte gespeichert. Sie können jegliche zuvor angegebenen Werte ändern.

  2. Klicken Sie auf „Weiter“, wenn Sie mit Ihrer Auswahl zufrieden sind.
  3. Das Deinstallationsprogramm beginnt mit dem Entfernen der Software vom System und zeigt Folgendes an:

    • Eine Statusanzeige, aus der der insgesamt abgeschlossene Prozentsatz hervorgeht,
    • Den Namen des Pakets, das derzeit entfernt wird.
    So schließen Sie die Deinstallationssitzung ab

Nachdem alle Komponenten der Software entfernt wurden, wird im Deinstallationsprogramm die Seite „Deinstallation abgeschlossen“ eingeblendet.

  1. Klicken Sie auf „ Zusammenfassung anzeigen“ oder „Protokoll anzeigen“, um Informationen über die Deinstallation anzuzeigen:
    • Deinstallationszusammenfassung.    Zeigt die deinstallierten Komponenten sowie eine Liste der Konfigurationsinformationen für die betreffenden Komponenten an.
    • Deinstallationsprotokoll.    Zeigt alle Meldungen an, die während der Deinstallation vom Deinstallationsprogramm generiert wurden.
    • Sie können die Deinstallationszusammenfassung und die Protokolldateien überprüfen:

      Unter Solaris: /var/sadm/install/logs
      Unter Linux: /var/opt/sun/install/logs

  2. Klicken Sie auf „Schließen“, um das Deinstallationsprogramm zu beenden.

Lesen Sie den Abschnitt Nach der Deinstallation, wenn Sie Access Manager oder Messaging Server deinstalliert haben.

Ausführen des Deinstallationsprogramms im textbasierten Modus

Die textbasierte Oberfläche ermöglicht es Ihnen, das Deinstallationsprogramm direkt über ein Terminal-Fenster durchzuführen, indem Sie auf die im Fenster eingeblendeten Eingabeaufforderungen reagieren.


Tipp

Informationen zu textbasierten Eingabeaufforderungen für die Deinstallation erhalten Sie unter Verwendungsanweisungen für die textbasierte Oberfläche.


Sollten bei der Deinstallation Fehler auftreten, lesen Sie Kapitel 13, „Problembehebung“.

    So starten Sie das Deinstallationsprogramm im textbasierten Modus
  1. Wenn Sie nicht als root angemeldet sind, melden Sie sich als „superuser“ an.
  2. Begeben Sie sich zu folgendem Verzeichnis:
  3. cd /var/sadm/prod/entsys/

  4. Führen Sie das Deinstallationsprogramm aus:
  5. ./uninstall -nodisplay

    Zunächst wird eine Begrüßungsmeldung und anschließend eine Liste aller möglichen Java ES-Komponenten auf dem System angezeigt.

    So wählen Sie die Komponenten für die Deinstallation aus
  1. Das Deinstallationsprogramm wählt alle auf Ihrem System gefundenen Java ES-Komponenten zum Entfernen aus, indem es die Nummern auflistet, die den installierten Komponenten entsprechen. Drücken Sie die Eingabetaste, um alle Komponenten zu deinstallieren. Alternativ können Sie spezielle Komponenten auswählen, indem Sie eine durch Komma getrennte Liste der Nummern der Komponenten eingeben, die Sie deinstallieren möchten. Drücken Sie anschließend die Eingabetaste.

  2. Hinweis

    Komponenten, die nicht auf dem System installiert sind, werden abgeblendet dargestellt und können nicht ausgewählt werden.


  3. Wenn das Deinstallationsprogramm bei Komponenten, die zum Entfernen ausgewählt wurden, Produktabhängigkeiten erkennt, wird eine Warnung hinsichtlich des möglichen Verlusts von Konfigurationsdaten angezeigt. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
    1. Geben Sie Ja ein und betätigen Sie die Eingabetaste, um mit der Deinstallation fortzufahren.
    2. Geben Sie Nein ein und betätigen Sie die Eingabetaste, um zur Seite „Komponentenauswahl“ zurückzukehren.
    3. Geben Sie das Zeichen ! ein und betätigen Sie die Eingabetaste, um die Deinstallation zu beenden.
    So gewähren Sie Administratorzugriff

Wenn Sie eine Komponente ausgewählt haben, für die im Deinstallationsprogramm eine Administrator-ID und ein Administratorkennwort erforderlich sind, werden Sie im Deinstallationsprogramm zur Eingabe dieser Informationen aufgefordert. Ausführliche Informationen zu den Angaben, die für das Deinstallationsprogramm zur Verfügung gestellt werden müssen, finden Sie unter Gewähren von Administratorzugriff für das Deinstallationsprogramm.


Hinweis

Je nachdem, welche Komponenten Sie für die Deinstallation ausgewählt haben, werden Sie im Deinstallationsprogramm möglicherweise zur Eingabe einer Anschlussnummer oder eines Hostnamens aufgefordert.


    So bestätigen Sie die Deinstallationsbereitschaft

Bevor Software von Ihrem System entfernt wird, zeigt das Deinstallationsprogramm eine Zusammenfassungsseite an, auf der die zum Entfernen ausgewählten Komponenten aufgeführt werden.

  1. Überprüfen Sie Ihre Auswahl.
    1. Falls Änderungen erforderlich sind, geben Sie das Zeichen < ein und betätigen Sie die Eingabetaste, um über aufeinander folgende Seiten die Liste „Komponentenauswahl“ aufzurufen.
    2. Nehmen Sie in der Liste „Komponentenauswahl“ nach Bedarf Änderungen vor.
    3. Navigieren Sie erneut durch die Bildschirme des Deinstallationsprogramms.
  2. Wenn die Auswahl Ihren Vorstellungen entspricht, geben Sie 1 ein und betätigen Sie die Eingabetaste.
  3. Das Deinstallationsprogramm beginnt mit dem Entfernen von Software von Ihrem System. Während der Deinstallation wird vom Deinstallationsprogramm eine Statusanzeige eingeblendet, aus der der insgesamt abgeschlossene Prozentsatz hervorgeht.

    So schließen Sie die Deinstallationssitzung ab

Nachdem alle Komponenten der Software entfernt wurden, können Sie die Zusammenfassung und das Protokoll der Deinstallation anzeigen.

  1. Geben Sie 1 oder 2 ein und drücken Sie die Eingabetaste, um Informationen zur Deinstallation anzuzeigen.
    • Deinstallationszusammenfassung.    Geben Sie 1 ein, um die deinstallierten Komponenten und eine Liste der Konfigurationsinformationen für die betreffenden Komponenten anzuzeigen.
    • Deinstallationsprotokoll.    Geben Sie 2 ein, um alle vom Deinstallationsprogramm im Laufe der Deinstallation erstellten Meldungen aufzulisten.
    • Sie können die Deinstallationszusammenfassung und die Protokolldateien überprüfen:

      Solaris: /var/sadm/install/logs
      Linux: /var/sadm/install/logs

  2. Geben Sie das Zeichen ! ein, um das Deinstallationsprogramm zu beenden.

Lesen Sie den Abschnitt Nach der Deinstallation, wenn Sie Access Manager oder Messaging Server deinstalliert haben.

Ausführen des Deinstallationsprogramms im automatischen Modus

Die automatische Deinstallation ist gut geeignet für die Deinstallation von Java ES-Komponenten auf mehreren Hosts mit vergleichbaren Konfigurationen. Die Vorgehensweise beim automatischen Deinstallieren ähnelt der Vorgehensweise beim Installieren im automatischen Modus, die in Kapitel 9, „Installieren im stillen Modus“ beschrieben wird.

    So erstellen Sie eine Statusdatei

Um eine automatische Deinstallation ausführen zu können, müssen Sie zunächst eine Statusdatei erstellen, indem Sie entweder im grafischen oder im textbasierten Modus eine simulierte Deinstallation ausführen. Genaue Informationen finden Sie in Erstellen einer Statusdatei.

  1. Wenn Sie nicht als root angemeldet sind, melden Sie sich als „superuser“ an.
  2. Begeben Sie sich zu folgendem Verzeichnis:
  3. cd /var/sadm/prod/entsys/

  4. Wenn Sie die grafische Oberfläche des Deinstallationsprogramms verwenden, ermöglichen Sie den Zugriff auf Ihre lokale Anzeige. Siehe So starten Sie das grafische Deinstallationsprogramm.
  5. Führen Sie das automatische Deinstallationsprogramm aus. Beispiel:
  6. Grafischer Modus:

    ./uninstall -no -saveState statusdateiname

    Textbasierter Modus:

    ./uninstall -no -nodisplay -saveState statusdateiname

    Informationen zur vollständigen Syntax des Deinstallationsbefehls erhalten Sie unter Uninstall-Befehl.

  7. Navigieren Sie durch die Bildschirme des Deinstallationsprogramms, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
  8. Wenn Sie auf die Eingabeaufforderungen reagieren, zeichnet das Deinstallationsprogramm Ihre Eingaben in der angegebenen Statusdatei auf. Nach Abschluss der Deinstallation steht die Statusdatei im von Ihnen angegebenen Verzeichnis zur Verfügung. Es wurde keine Software deinstalliert.

    So bearbeiten Sie die Statusdatei für die Hosts
  1. Erstellen Sie eine Kopie der Statusdatei für alle Hosts, auf denen Sie eine automatische Deinstallation ausführen möchten.
  2. Bearbeiten Sie alle Dateien, indem Sie spezielle Informationen für den Host angeben, auf dem die betreffende automatische Deinstallation ausgeführt werden soll.

Richtlinien für die Bearbeitung von Statusdateien finden Sie unter Bearbeiten der Statusdatei. Die Bearbeitung der Statusdatei umfasst möglicherweise auch die Erstellung einer Statusdatei-ID, wie unter Erstellen einer für die Plattform geeigneten Statusdatei-ID erläutert.

    So führen Sie das Deinstallationsprogramm im automatischen Modus aus
  1. Vergewissern Sie sich, dass die Statusdatei ordnungsgemäß für den Host vorbereitet wurde, auf dem Java ES-Komponenten deinstalliert werden sollen.
  2. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  3. Wenn Sie nicht als root angemeldet sind, melden Sie sich als „superuser“ an.
  4. Begeben Sie sich zu folgendem Verzeichnis:
  5. cd /var/sadm/prod/entsys/

  6. Starten des Deinstallationsprogramms. Beispiel:
  7. ./uninstall -noconsole -state statusdateiname

    Informationen zur vollständigen Syntax des Deinstallationsbefehls erhalten Sie unter Uninstall-Befehl.

    So überwachen Sie den Fortschritt einer im automatischen Modus durchgeführten Deinstallation
  1. Rufen Sie in einem Terminal-Fenster das Verzeichnis mit der Protokolldatei auf.
  2. Unter Solaris: /var/sadm/install/logs
    Unter Linux: /var/opt/sun/install/logs

  3. Suchen Sie nach den Protokolldateien für die aktuelle Deinstallation. Zu Überwachungszwecken ist folgende Protokolldatei von Interesse:
  4. Java_Enterprise_System_uninstall.Bzeitstempel

    Die Variable zeitstempel gibt an, wann das Protokoll erstellt wurde. Die Variable weist das Format MMtthhmm auf, wobei gilt:

    MM

    Gibt den Monat an.

    tt

    Gibt das Datum an.

    hh

    Gibt die Stunde an.

    mm

    Gibt die Minute an.

  5. Mithilfe des Befehls tail können Sie Meldungen anzeigen, während diese in die Protokolle geschrieben werden. Beispiel:
  6. tail -f protokolldateiname

    Drücken Sie die Tastenkombination STRG+C, um das Programm tail zu beenden.


Deinstallation der Sun Cluster-Software

Verwenden Sie das Java ES-Deinstallationsprogramm nicht zum Entfernen von Sun Cluster-Software, es sei denn, die Sun Cluster-Software wurde zwar installiert, jedoch nie zur Konfiguration eines Clusterknotens verwendet. Sun Cluster-Software sollte nur mit den Dienstprogrammen deinstalliert werden, die in der Sun Cluster-Software enthalten sind. Sun Cluster Core und Sun Cluster Agents für Sun Java System müssen gemeinsam entfernt werden. Weitere Informationen zur Dekonfiguration und Deinstallation der Sun Cluster-Software finden Sie in der Dokumentation zur Sun Cluster-Software unter http://docs.sun.com/coll/1124.3 für SPARC oder unter http://docs.sun.com/coll/1125.2 für x86.

Führen Sie nach der Deinstallation der Sun Cluster-Software /var/sadm/prod/entsys/uninstall aus, um Sun Cluster und Sun Cluster Agents aus der Produktregistrierung zu entfernen.


Nach der Deinstallation

Dieser Abschnitt enthält Anleitungen für Aufgaben, die möglicherweise nach der Deinstallation von Java ES-Komponenten im System durchgeführt werden müssen. Welche Aufgaben im einzelnen erforderlich sind, ist davon abhängig, welche Komponenten Sie für die Deinstallation auswählen.

Access Manager-bezogene Aufgaben nach der Deinstallation

Wenn Sie Access Manager, nicht jedoch den zugehörigen Webcontainer (Application Server oder Web Server) entfernen, müssen Sie die Konfiguration der Instanz ändern, in der Access Manager bereitgestellt wurde:

Vorgänge nach der Deinstallation von Application Server

Wenn Sie Access Manager, jedoch nicht den Application Server deinstallieren, in dem er bereitgestellt wurde, müssen Sie folgende Vorgänge ausführen:

  1. Falls erforderlich, starten Sie die Admin-Instanz für Application Server. Beispielsweise auf Solaris-Hosts:
  2. cd /opt/SUNWappserver/appserver/bin
    ./asadmin start-domain --user
    admin-benutzer --passwordfile pfad_zum_domänennamen der admin-passwortdatei

  3. Rufen Sie in einem Browser die Application Server-Administrationskonsole auf. Der Standard-URL lautet https://hostname:4849.
  4. Klicken Sie im linken Fensterbereich auf die Schaltfläche links neben den Application Server-Instanzen.
  5. Wählen Sie den Server oder den Namen der Application Server-Instanz aus, in der Access Manager bereitgestellt wurde.
  6. Klicken Sie auf „Änderungen übernehmen“.

Vorgänge nach der Deinstallation von Web Server

Wenn Sie Access Manager, jedoch nicht den Web Server deinstallieren, in dem er bereitgestellt wurde, müssen Sie folgende Vorgänge ausführen:

  1. Falls erforderlich, starten Sie die Admin-Instanz für Web Server:
  2. cd /opt/SUNWwbsrv/https-admserv
    ./start

  3. Rufen Sie die Web Server-Administrationskonsole auf.
  4. Klicken Sie auf „Änderungen übernehmen“, um den Webcontainer neu zu starten.

Vorgänge nach der Deinstallation von Access Manager

Gelegentlich können einige oder alle Access Manager-Dateien möglicherweise nicht entfernt werden. Führen Sie in diesem Fall eine endgültige Bereinigung durch, indem Sie die beiden folgenden Verzeichnisse und deren Inhalt entfernen:

/opt/SUNWam

Wenn Access Manager nicht im Standardverzeichnis installiert wurde:

AccessManager_base/SUNWam

Vorgänge nach der Deinstallation von Messaging Server

Gelegentlich können einige oder alle Installationsdateien möglicherweise nicht entfernt werden. Wenn Sie eine endgültige Bereinigung durchführen möchten, entfernen Sie das Messaging Server-Basisverzeichnis und seinen Inhalt. Das standardmäßige Basisverzeichnis befindet sich hier:

/opt/SUNWmsgsr

Sie können auch das Konfigurationsverzeichnis für Messaging Server am folgenden Speicherort entfernen:

/var/opt/SUNWmsgsr

Machen Sie nach der Deinstallation von Messaging Server jegliche sendmail-Konfiguration für Messaging Server rückgängig.



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