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Sun Java Enterprise System 2005Q1-Installationshandbuch

Kapitel 6
Vorbereitung der Installation

Dieses Kapitel enthält Informationen, anhand derer Sie die Installation der Software Sun Java™ Enterprise System (Java ES) vorbereiten können.

Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte:


Installationsvoraussetzungen

In der folgenden Tabelle sind die Aufgaben aufgeführt, die vor Beginn jeder Installation ausgeführt werden sollten. In der linken Spalte wird die allgemeine Durchführungsreihenfolge der Aufgaben angegeben, in der mittleren Spalte wird die erforderliche Maßnahme erläutert und in der rechten Spalte finden Sie den Speicherort der entsprechenden Anweisungen sowie weitere nützliche Informationen. Nicht alle Aufgaben sind bei allen Installationen erforderlich.

Tabelle 6–1  Checkliste vor der Installation 

Reihenfolge

Aufgabe

Anweisungen und hilfreiche Informationen

1

Lesen Sie die Java Enterprise System Versionshinweise

Bevor Sie die im Installationshandbuch beschriebenen Installationsverfahren ausführen, sollten Sie die Java Enterprise System Versionshinweise (http://docs.sun.com/doc/819-0812) lesen. Darin werden möglicherweise Installationsprobleme beschrieben, die für Ihr Szenario gelten könnten.

2

Planen Sie die Installationsreihenfolge der Java ES-Komponenten.

Kapitel 2, „Festlegen der Installationsreihenfolge“

Wenn Sie die Sun Cluster Software (nur Solaris 8 und 9) installieren, lesen Sie Sun Cluster Software-Beispiel.

3

Aktualisieren Sie alle vorhandenen Komponenten, die nicht mit Java ES 2005Q1 kompatibel sind.

Sind kompatible Komponenten installiert?

Befehl prodreg, pkginfo oder rpm
Informationen zur Verwendung dieser Befehle erhalten Sie auf den entsprechenden Manpages.

Java Enterprise System Aufrüstungs- und Migrationshandbuch, http://docs.sun.com/doc/819-2232

4

Stellen Sie sicher, dass die Systemanforderungen erfüllt sind.

Sind Ihre Hosts bereit?

Java Enterprise System Versionshinweise, http://docs.sun.com/doc/819-0812

5

Wenn Sie eine Installation mit „Jetzt konfigurieren“ ausführen möchten, rufen Sie die Konfigurationsinformationen für die Komponenten ab.

Kapitel 4, „Konfigurationsinformationen“

Kapitel 5, „Konfigurationsarbeitsblätter“

6

Erstellen Sie eine Kopie der Produktregistrierung. Die Sicherheitskopie dient der Wiederherstellung nach einer fehlgeschlagenen Installation.

Unter Solaris: /var/sadm/install/productregistry
Unter Linux: /var/opt/sun/install/productregistry

7

Erstellen Sie die erforderlichen Systemkonten für Nicht-Root-Benutzer.

Wenn Directory Server, Directory Proxy Server oder Administration Server als Nicht-Root-Benutzer ausgeführt werden sollen, müssen vor der Konfiguration Systemkonten erstellt werden.

8

Wenn Sie Komponenten installieren, die von bereits installierten Servern oder Diensten abhängig sind, vergewissern Sie sich, dass vorhandene Server und Dienste ausgeführt werden und dass der Zugriff auf sie möglich ist.

Wenn Sie beispielsweise eine Secure Remote Access-Unterkomponente von Portal Server installieren, muss die Core-Komponente von Portal Server, Secure Remote Access ausgeführt werden und der Zugriff auf sie möglich sein.

9

Wenn Sie Directory Server installieren möchten, stellen Sie sicher, dass Perl installiert ist.

Solaris: Perl-Pakete (SUNWpl5*) finden Sie auf den Solaris-Medien.

Linux: /usr/bin/perl muss vor der Installation vorhanden sein.

Wenn Perl nicht vorhanden ist, fügen Sie die Pakete mit dem Befehl pkgadd oder rmp -i hinzu.

10

Wenn Sie Access Manager oder Messaging Server installieren, überprüfen Sie, ob der Name des Hosts, auf dem Access Manager installiert ist, festgelegt ist.

Führen Sie einen der folgenden Schritte durch, um den Domänennamen festzulegen:

  • Wenn die Datei /etc/resolv.conf vorhanden ist, geben Sie den Domänennamen im Konfigurationseintrag domain ein. Beispiel: domain madisonparc.com
  • Wenn die Datei /etc/resolv.conf nicht vorhanden ist, geben Sie folgenden Befehl ein:

# domainname domänenname

11

Wenn Sie Calendar Server oder Messaging Server installieren, vergewissern Sie sich, dass die zweite Spalte der Datei /etc/hosts den vollständigen Domänennamen (Fully-qualified domain name, FQDN) enthält, nicht nur einen einfachen Hostnamen.

Beispiel:

192.18.99.999 mycomputer.company.com mycompany loghost

12

Wenn Sie das Load Balancing Plugin zusammen mit Apache Web Server installieren, sollten Sie Apache Web Server installieren und konfigurieren, bevor Sie mit der JES-Installation beginnen. (Nur unter Linux muss zuerst Application Server, dann Apache Web Server und schließlich das Load Balancing Plugin installiert werden.)

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter „Configuring Web Servers for HTTP Load Balancing“ im Sun Java System Application Server Enterprise Edition 8.1 High Availability Administration Guide (http://docs.sun.com/doc/819-0216).

 

Wenn Sie Access Manager für die Bereitstellung eines Drittanbieter-Webcontainers installieren, müssen Sie die Option „Später konfigurieren“ auswählen und ein Konfigurationsskript ausführen.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter „Access Manager Sample Configuration Script Input File“ im Sun Java System Access Manager Administration Guide (http://docs.sun.com/doc/817-7647).

13

Wenn es sich hierbei um eine erneute Installation handelt, vergewissern Sie sich, dass das Web Server-Installationsverzeichnis nicht vorhanden ist. Wenn das Verzeichnis vorhanden ist, entfernen Sie es oder benennen Sie es um.

Standardinstallationsverzeichnis für Web Server:

Unter Solaris: /opt/SUNWwbsvr
Unter Linux: /opt/sun/webserver

14

Wenn Sie eine Aktualisierung der J2SE-Software durchführen, stellen Sie sicher, dass Sie andere Produkte angehalten haben, die von der J2SE-Komponente abhängig sind, die Sie derzeit aktualisieren.

Informationen hierzu erhalten Sie im Java Enterprise System Aufrüstungs- und Migrationshandbuch (http://docs.sun.com/doc/819-2232).

15

Wenn Directory Proxy Server einen vorinstallierten Konfigurations-Directory Server verwenden soll, stellen Sie sicher, dass der Konfigurations-Directory Server vor der Installation von Directory Proxy Server ausgeführt wird.

Wenn Sie Directory Proxy Server und den Konfigurations-Directory Server gleichzeitig installieren, können Sie diesen Schritt überspringen.


Abrufen der Java ES-Software

Sie haben folgende Möglichkeiten, um die Java ES-Software abzurufen:


Verteilungspakete

In den folgenden Tabellen werden die Verteilungspakete für die Java ES-Software aufgelistet. (Eine ISO-Verteilung weist die Bezeichnung iso im Paketnamen auf. Beispiel:

java_es_05Q1-ga-solaris-sparc-1-iso.zip

Tabelle 6–2  Solaris SPARC-Verteilungspakete 

Komponentenpaket

Außerdem enthalten

Paketname

Solaris SPARC-Plattform

Alle Komponenten

java_es_05Q1-ga-solaris-sparc-1.zip
java_es_05Q1-ga-solaris-sparc-2.zip

oder

java_es_05Q1-ga-solaris-sparc-1-iso.zip
java_es_05Q1-ga-solaris-sparc-2-iso.zip

Access Manager

Administration Server
Application Server
Directory Server
Message Queue
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_identity-ga-solaris-sparc.zip

Application Server

Message Queue

java_es_05Q1_appserver-ga-solaris-sparc.zip

Calendar Server

Administration Server Directory Server
Access Manager

java_es_05Q1_calendar-ga-solaris-sparc.zip

Communications Express

 

java_es_05Q1_uwc-ga-solaris-sparc.zip

Directory Server

Administration Server

java_es_05Q1_directory-ga-solaris-sparc.zip

Directory Proxy Server

Administration Server Directory Server

java_es_05Q1_dirproxy-ga-solaris-sparc.zip

Instant Messaging

Access Manager
Administration Server
Application Server
Message Queue
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_im-ga-solaris-sparc.zip

Message Queue

 

java_es_05Q1_msgq-ga-solaris-sparc.zip

Messaging Server

Access Manager
Administration Server
Directory Server

java_es_05Q1_msgserver-ga-solaris-sparc.zip

Portal Server

Access Manager
Administration Server
Application Server
Directory Server
Message Queue
Portal Server SRA
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_portal-ga-solaris-sparc.zip

Sun Cluster

 

java_es_05Q1_cluster-ga-solaris-sparc.zip

Sun Remote Services Net Connect

 

java_es_05Q1_cnpclient-ga-solaris-sparc.zip

Web Server

Web Server

java_es_05Q1_webserver-ga-solaris-sparc.zip

Tabelle 6–3  Solaris x86-Verteilungspakete 

Komponentenpaket

Außerdem enthalten

Paketname

Solaris X86-Plattform

Alle Komponenten

java_es_05Q1-ga-solaris-x86-1.zip
java_es_05Q1-ga-solaris-x86-2.zip

oder

java_es_05Q1-ga-solaris-x86-1-iso.zip
java_es_05Q1-ga-solaris-x86-2-iso.zip

Access Manager

Administration Server
Application Server
Directory Server
Message Queue
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_identity-ga-solaris-x86.zip

Application Server

Message Queue

java_es_05Q1_appserver-ga-solaris-x86.zip

Calendar Server

Access Manager
Administration Server Directory Server

java_es_05Q1_calendar-ga-solaris-x86.zip

Communications Express

 

java_es_05Q1_uwc-ga-solaris-x86.zip

Directory Server

Administration Server

java_es_05Q1_directory-ga-solaris-x86.zip

Directory Proxy Server

Administration Server Directory Server

java_es_05Q1_dirproxy-ga-solaris-x86.zip

Instant Messaging

Access Manager
Administration Server
Application Server
Message Queue
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_im-ga-solaris-x86.zip

Message Queue

 

java_es_05Q1_msgq-ga-solaris-x86.zip

Messaging Server

Access Manager
Administration Server
Directory Server

java_es_05Q1_msgserver-ga-solaris-x86.zip

Portal Server

Access Manager
Administration Server
Application Server
Directory Server
Message Queue
Portal Server SRA
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_portal-ga-solaris-x86.zip

Sun Cluster

 

java_es_05Q1_cluster-ga-solaris-x86.zip

Web Server

Web Server

java_es_05Q1_webserver-ga-solaris-x86.zip

Tabelle 6–4  Linux-Verteilungspakete 

Komponentenpaket

Außerdem enthalten

Paketname

Linux X86-Plattform

Alle Komponenten

java_es_05Q1-ga-linux-x86-1.zip
java_es_05Q1-ga-linux-x86-2.zip

oder

java_es_05Q1-ga-linux-x86-1-iso.zip
java_es_05Q1-ga-linux-x86-2-iso.zip

Access Manager

Administration Server
Application Server
Directory Server
Message Queue
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_identity-ga-linux-x86.zip

Application Server

Message Queue

java_es_05Q1_appserver-ga-linux-x86.zip

Calendar Server

Access Manager
Administration Server Directory Server

java_es_05Q1_calendar-ga-linux-x86.zip

Communications Express

 

java_es_05Q1_uwc-ga-linux-x86.zip

Directory Server

Administration Server

java_es_05Q1_directory-ga-linux-x86.zip

Directory Proxy Server

Administration Server Directory Server

java_es_05Q1_dirproxy-ga-linux-x86.zip

Instant Messaging

Access Manager
Administration Server
Application Server
Message Queue
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_im-ga-linux-x86.zip

Message Queue

 

java_es_05Q1_msgq-ga-linux-x86.zip

Messaging Server

Access Manager
Administration Server
Directory Server

java_es_05Q1_msgserver-ga-linux-x86.zip

Portal Server

Access Manager
Administration Server
Application Server
Directory Server
Message Queue
Portal Server SRA
Web Server
User Management Utility

java_es_05Q1_portal-ga-linux-x86.zip

Web Server

Web Server

java_es_05Q1_webserver-ga-linux-x86.zip


Erstellen eines Installations-Image

Die Java ES-Verteilung ist so konzipiert, dass Sie die Installationsdateien problemlos an einem gemeinsam genutzten Speicherort verfügbar machen können. Dies bietet den Vorteil, dass die Installationsdateien vom gemeinsam genutzten Speicherort aus so häufig wie nötig ausgeführt werden können.

    So erstellen Sie ein Image in Ihrem Netzwerk

Dieser Abschnitt enthält Anweisungen für die Erstellung eines im Netzwerk Ihres Standorts verfügbaren Installations-Image.

  1. Melden Sie sich als root oder „superuser“ an.
  2. Erstellen Sie in Ihrem Netzwerk ein gemeinsam genutztes Verzeichnis. Beispiel:
  3. mkdir java_ent_sys_2005Q1

  4. Greifen Sie auf der Website, der CD bzw. der DVD auf Ihre Installationsdateien zu und bereiten Sie die Installationsdateien dann für die gemeinsame Nutzung vor.
  5. Für den Internet-Download.    Laden Sie das Java ES-Verteilungspaket (CD-Image oder komprimiertes Archiv) herunter und extrahieren Sie dann die Dateien in das gemeinsam genutzte Verzeichnis.

    1. Das CD-Image wird normalerweise auf CD gebrannt, es kann jedoch im Bedarfsfall gemountet werden. Mounting-Beispiel:
    2. unzip java_es_05Q1-ga-solaris-sparc-iso.zip
      lofiadm -a
      pfadname/java_es_05Q1-ga-solaris-sparc.iso /dev/lofi/1
      mkdir
      mountpoint
      mount -F hsfs /dev/lofi/1 mountpoint
      ls mountpoint
      Copyright      Docs           README         Solaris_sparc

      cd
      mountpoint/Solaris_sparc
      ls
      Product    installer

    3. Kopieren Sie das komprimierte Archiv in das gemeinsam genutzte Verzeichnis und entpacken Sie die Dateien. Beispiel:
    4. unzip java_es_05Q1-ga-solaris-sparc.zip

      Bei Verwendung von CD oder DVD.    Kopieren Sie die Installationsdateien in das gemeinsam genutzte Verzeichnis. Beispiel:

      mkdir gemeinsam-genutztes-verzeichnis/java_ent_sys_2005Q1
      cd /mnt/cdrom
      find jes_05Q1_sparc | cpio -pdmu
      gemeinsam-genutztes-verzeichnis/java_ent_sys_2005Q1


      Hinweis

      Wenn Sie Dateien für mehrere Plattformen in das gemeinsam genutzte Verzeichnis kopieren, wird eine Meldung ausgegeben, die der nachfolgenden ähnelt und sich auf die README-Datei und die COPYRIGHT-Datei bezieht:

      File already exists. (Datei bereits vorhanden.) OK to overwrite? (Wirklich überschreiben?)

      Geben Sie Yes (Ja) ein. Diese Dateien sind für alle Plattformen identisch.




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