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Kapitel 1 Das ZFS-Dateisystem (Einleitung)Dieses Kapitel bietet einen Überblick über das ZFS-Dateisystem, seine Funktionen und Vorteile. Darüber hinaus werden die in diesem Handbuch verwendeten Grundbegriffe erläutert. Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte: Neuerungen in ZFSIn diesem Abschnitt sind die neuen Leistungsmerkmale des ZFS-Dateisystems zusammengefasst.
Unterstützung für ZFS- und Flash-InstallationSolaris 10 10/09-Release: In diesem Solaris-Release haben Sie die Möglichkeit, ein JumpStart-Profil zur Identifizierung eines Flash-Archivs eines ZFS-Root-Pools einzurichten. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren eines ZFS-Root-Dateisystems (Flash-Archiv-Installation). ZFS-Benutzer- und GruppenkontingenteSolaris 10 10/09-Release: In früheren Solaris-Versionen konnten Kontingente und Reservierungen zur Verwaltung und Reservierung von Speicherplatz auf ZFS-Dateisysteme angewendet werden. In diesem Solaris-Release können Sie ein Kontingent für den Speicherplatz, der von zu einem bestimmten Benutzer oder einer bestimmten Gruppe gehörigen Dateien beansprucht wird, einrichten. Das Einrichten von Benutzer- oder Gruppenkontingenten ist in einer Umgebung mit vielen Benutzern oder Gruppen sinnvoll. Sie können Benutzer- oder Gruppenkontingente unter Verwendung der Eigenschaften zfs userquota und zfs groupquota wie folgt einrichten:
Sie können die aktuelle Einstellung eines Benutzer- oder Gruppenkontingents wie folgt anzeigen:
Stellen Sie allgemeine Informationen über ein Kontingent wie folgt ein:
Sie können individuelle Speicherplatzbelegung von Benutzern oder Gruppen über die Eigenschaften userused@user und groupused@ group wie folgt anzeigen:
Weitere Informationen zum Einrichten von Benutzerkontingenten finden Sie unter Einstellen von ZFS-Kontingenten und -Reservierungen. ZFS-Zugriffssteuerungslistenvererbungsmodus "Pass Through" zur AusführungsberechtigungSolaris 10 10/09-Release: In früheren Solaris-Versionen konnte die Zugriffssteuerungslistenvererbung angewendet werden, sodass alle Dateien mit den Zugriffsrechten 0664 oder 0666 erstellt wurden. Wenn Sie die Ausführungsberechtigung aus dem Dateierstellungsmodus optional in die vererbbare Zugriffssteuerungsliste einschließen möchten, können Sie in diesem Release den Vererbungsmodus "Pass Through" zur Ausführungsberechtigung verwenden. Ist aclinherit=passthrough-x auf einem ZFS-Dataset aktiviert, so können Sie die Ausführungsberechtigung für eine aus dem Tool cc oder gcc erstellte Ausgabedatei einschließen. Beinhaltet die vererbbare Zugriffssteuerungsliste die Ausführungsberechtigung nicht, so ist die Ausgabe des Compilers erst dann ausführbar, wenn Sie mit dem Befehl chmod die Berechtigungen der Datei ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Beispiel 8–12. Verbesserungen der ZFS-EigenschaftenSolaris 10/09-Release: Die folgenden Verbesserungen der ZFS-Dateisysteme sind in diesem Release inbegriffen.
Wiederherstellung von ZFS-ProtokolliergerätenSolaris 10 10/09-Release: In diesem Release identifiziert ZFS Intent-Protokoll-Fehler durch den Befehl zpool status. Diese Fehler werden auch von.FMA gemeldet. Ein Intent-Protokoll-Fehler kann sowohl mit ZFS als auch mit FMA behoben werden. Wenn das System beispielsweise plötzlich herunterfährt, bevor synchrone Schreibvorgänge auf einem Pool mit separatem Protokolliergerät abgeschlossen werden können, werden Meldungen dieser Art angezeigt:
Nach dem Fehlschlag des Protokolliergeräts können Sie den Normalbetrieb folgendermaßen wiederherstellen:
Wenn Sie den Normalbetrieb wiederherstellen möchten, ohne das Protokolliergerät zu ersetzen, können Sie ihn mit dem Befehl zpool clear löschen. In diesem Szenario läuft der Pool in eingeschränktem Modus, und die Protokolleinträge werden in den Haupt-Pool geschrieben, bis das separate Protokolliergerät ersetzt wurde. Um die Auswirkungen des Fehlschlags eines Protokolliergeräts abzuschwächen, können Sie gespiegelte Protokolliergeräte verwenden. Verwenden von Cache-Geräten im ZFS-Speicher-PoolSolaris 10 10/09-Release: In diesem Solaris-Release können Sie Pools erstellen und Cache-Geräte angeben, die zur Speicherung von Speicher-Pool-Daten im Cache dienen. Cache-Speicher·bietet zwischen Hauptspeicher und Festplatte eine zusätzliche Schicht zur Datenspeicherung. Die Verwendung von Cache-Speicher bietet für die Speicherung meist statischer Daten mithilfe von wahlfreiem Zugriff die größte Leistungsverbesserung. Beim Erstellen eines Speicher-Pools können eines oder meherer Cache-Speichergeräte angegeben werden. Beispiel:
Nach dem Erstellen von Cache-Speichergeräten werden diese nach und nach mit Daten aus dem Hauptspeicher gefüllt. Je nach Größe eines definierten Cache-Speichergeräts kann es bis zu über eine Stunde lang dauern, bis es voll ist. Die Kapazität und Lesevorgänge können mithilfe des Befehls zpool iostat wie folgt überwacht werden:
Nach der Erstellung eines Pools können zu ihm Cache-Speichergeräte hinzugefügt und wieder entfernt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools mit Cache-Geräten und Beispiel 4–4. Zonenmigration in einer ZFS-UmgebungSolaris 10 5/09: Dieses Release bietet eine erweiterte Unterstützung für das Migrieren von Zonen in einer ZFS-Umgebung mit Live Upgrade. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Solaris Live Upgrade zum Migrieren oder Aktualisieren eines Systems mit Zonen (Solaris 10 5/09 und Solaris 10 10/09). Die Solaris 10 5/09-Versionshinweise enthalten eine Liste der bekannten Probleme mit diesem Release. Unterstützung für Installation und Booten von ZFS-Root-DateisystemenSolaris 10 10/08: In diesem Solaris-Release können ZFS-Root-Dateisysteme installiert und gebootet werden. Das Installieren eines ZFS-Root-Dateisystems ist sowohl mit der Erstinstallationsoption als auch mit der JumpStart-Funktion möglich. Alternativ kann ein UFS-Root-Dateisystem mithilfe der Live Upgrade-Funktion in ein ZFS-Root-Dateisystem migriert werden. Außerdem steht ZFS-Unterstützung für Swap- und Dump-Geräte zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 5Installieren und Booten eines ZFS-Root-Dateisystems. Die Solaris 10 10/08-Versionshinweise enthalten eine Liste der bekannten Probleme mit diesem Release. Wiederherstellen eines Datasets ohne AushängenRelease Solaris 10 10/08: Dieses Release bietet die Möglichkeit, Datasets wiederherzustellen, ohne sie zuerst auszuhängen. Dieses Leistungsmerkmal bedeutet, dass es nicht mehr notwendig ist, mit der Option zfs rollback -f das Aushängen zu erzwingen. Die Option -f wird nicht mehr Unterstützt und wird bei Angabe ignoriert. Verbesserungen des Befehls zfs sendRelease Solaris 10 10/08: Dieses Release umfasst die folgenden Verbesserungen des Befehls zfs send.
Weitere Informationen finden Sie unter Senden und Empfangen komplexer ZFS-Snapshot-Datenstreams. ZFS-Kontingente und -Reservierungen ausschließlich für DateisystemdatenRelease Solaris 10 10/08: Zusätzlich zu den vorhandenen ZFS-Funktionen für Kontingente und Reservierungen enthält diese Version in der Speicherplatzanzeige auch Dataset-Kontingente und -Reservierungen ohne abhängige Entitäten wie z. B. Snapshots oder Klone.
So können Sie beispielsweise in refquota für studentA einen Wert von 10 GB festlegen, der für den von diesem Benutzer belegten Speicherplatz einen absoluten Grenzwert von 10 GB festlegt. Zum Erreichen einer zusätzlichen Flexibilität können Sie ein 20 GB-Quotum einstellen, mit dessen Hilfe Sie die Snapshots von studentA verwalten können.
Weitere Informationen finden Sie unter Einstellen von ZFS-Kontingenten und -Reservierungen. Eigenschaften von ZFS-Speicher-PoolsRelease Solaris 10 10/08: Die Eigenschaften von ZFS-Speicher-Pools wurden mit einem vorigen Release eingeführt. In diesem Release stehen zusätzliche Informationen zu den Eigenschaften zur Verfügung. Beispiel:
Eine Beschreibung dieser Eigenschaften können Sie Tabelle 4–1 entnehmen.
Verbesserungen des ZFS-Befehlsprotokolls (zpool history)Release Solaris 10 10/08: Der Befehl zpool history wurde um die folgenden neuen Leistungsmerkmale erweitert:
Weitere Informationen zur Verwendung des Befehls zpool history entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Erkennen von Problemen in ZFS. Upgrade von ZFS-Dateisystemen (zfs upgrade)Release Solaris 10 10/08: Dieses Release bietet den Befehl zfs upgrade, mit dem Dateisysteme künftig auf neue ZFS-Dateisystemverbesserungen aufgerüstet werden können. ZFS-Speicherpools besitzen eine ähnliche Upgrade-Funktion, um vorhandene Speicherpools um neue Funktionalität zu erweitern. Beispiel:
Hinweis – Auf aufgerüstete Dateisysteme sowie aus diesen mit dem Befehl zfs send erstellte Datenstreams kann auf Systemen nicht zugegriffen werden, die unter einer älteren Softwareversion laufen. Delegierte ZFS-AdministrationRelease Solaris 10 10/08: In diesem Release können fein abgestimmte Zugriffsrechte für die Durchführung von ZFS-Administrationsaufgaben an Benutzer ohne ausreichende Zugriffsrechte delegiert werden. Zum Gewähren und Verweigern von Zugriffsrechten dienen die Befehle zfs allow und zfs unallow. Mit der Speicherpool-Eigenschaft delegation kann die delegierte Administration aktiviert und deaktiviert werden. Beispiel:
Standardmäßig ist die Eigenschaft delegation aktiviert. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte Kapitel 9Delegierte ZFS-Administration und zfs(1M). Einrichten separater ZFS-ProtokolliergeräteRelease Solaris 10 10/08: Das Protokoll ZIL (ZFS Intent Log) erfüllt die POSIX-Anforderungen für synchrone Transaktionen. So setzen Datenbanken bei der Rückkehr von Systemaufrufen beispielsweise oft voraus, dass Transaktionen auf stabilen Speichergeräten stattfinden. NFS und andere Anwendungen können zur Gewährleistung der Datenstabilität ebenfalls fsync() verwenden. Standardmäßig wird das ZIL aus Blöcken innerhalb des Hauptspeicherpools zugewiesen. Durch Verwendung getrennter Intent-Protokolliergeräte im ZFS-Speicher-Pool wie z. B. NVRAM oder eine speziell dafür vorgesehene Festplatte kann jedoch eine höhere Leistung erreicht werden. Protokolliergeräte für das Intent-Protokoll von ZFS sind etwas Anderes als Datenbankprotokolldateien. Die Einrichtung eines ZFS-Protokolliergeräts kann bei oder nach der Erstellung des Speicher-Pools erfolgen. Beispiele zum Einrichten von Protokolliergeräten finden Sie unter Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools mit Protokolliergerätenund Hinzufügen von Datenspeichergeräten zu einem Speicher-Pool. Sie können zur Datenspiegelung an ein vorhandenes Protokolliergerät ein weiteres Protokolliergerät anschließen. Dies entspricht dem Verbinden eines Speichergeräts in einem Speicher-Pool ohne Datenspiegelung. Berücksichtigen Sie folgende Aspekte bei der Überlegung, ob die Einrichtung eines ZFS-Protokolliergeräts für Ihre Umgebung ratsam ist:
Erstellen intermediärer ZFS-DatasetsRelease Solaris 10 10/08: Durch Verwendung der Option -p mit den Befehlen zfs create, zfs clone und zfs rename können Sie schnell ein intermediäres Dataset erstellen, falls es noch nicht vorhanden ist. So können Sie beispielsweise ZFS-Datasets (users/area51) im Speicher-Pool datab erstellen.
Wenn während des Erstellungsvorgangs bereits ein intermediäres Dataset vorhanden ist, wird er ohne Fehlermeldung abgeschlossen. Angegebene Eigenschaften gelten für das Ziel-Dataset und nicht für die intermediären Datasets. Beispiel:
Es wird ein intermediäres Dataset mit Standard-Einhängepunkt erstellt. Alle zusätzlichen Eigenschaften werden für dieses intermediäre Dataset deaktiviert. Beispiel:
Weitere Informationen finden Sie in der Manpage zfs(1M). Verbesserungen der ZFS-Hotplug-FunktionRelease Solaris 10 10/08: In diesem Release reagiert ZFS effektiver auf Speichergeräte, die entfernt werden. Darüber hinaus steht ein Mechanismus zur automatischen Erkennung von neu eingesetzten Speichergeräten zur Verfügung, der folgende Verbesserungen bietet:
Weitere Informationen finden Sie in der Manpage zpool(1M). Rekursives Umbenennen von ZFS-Snapshots (zfs rename -r)-Release Solaris 10 10/08: Der Befehl zfs rename -r ermöglicht es, alle untergeordneten ZFS-Snapshots rekursiv umzubenennen. Erstellen Sie z. B. einen Snapshot von einer Reihe von ZFS-Dateisystemen.
Führen Sie am nächsten Tag eine Umbenennung der Snapshots durch.
Snapshots sind die einzigsten Daten, die rekursiv umbenannt werden können. Weitere Informationen zu Snapshots finden Sie unter Überblick über ZFS-Snapshots und in folgendem Blog-Eintrag, in dem die Erstellung rotierender Snapshots beschrieben ist: http://blogs.sun.com/mmusante/entry/rolling_snapshots_made_easy GZIP-Komprimierung für ZFSRelease Solaris 10 10/08: In diesem Solaris-Release können ZFS-Dateisysteme zusätzlich zu lzjb auch mit gzip komprimiert werden. Sie können festlegen, dass die Komprimierung vom Typ gzip (Standardeinstellung) sein soll oder vom Typ gzip-N, wobei N den Wert 1 bis 9 haben kann. Beispiel:
Weitere Informationen zum Setzen von ZFS-Eigenschaften finden Sie unter Setzen von ZFS-Eigenschaften. Speichern mehrerer Kopien von ZFS-BenutzerdatenRelease Solaris 10 10/08: Sofern möglich, werden ZFS-Dateisystem-Metadaten im Rahmen der Zuverlässigkeitsfunktionen automatisch auf mehreren Festplatten gespeichert. Dies wird als ditto blocks bezeichnet. In dieser Version können Sie über den Befehl zfs set copies festlegen, dass mehrere Kopien der Benutzerdaten auch pro Dateisystem gespeichert werden. Beispiel:
Verfügbare Werte sind 1, 2 oder 3. Der Standardwert ist 1. Diese Kopien werden zusätzlich zu den von Redundanzfunktionen (Datenspiegelung bzw. RAID-Z) auf Pool-Ebene angelegten Sicherungskopien erstellt. Die Speicherung mehrerer Kopien von ZFS-Benutzerdaten bringt die folgenden Vorteile mit sich:
Je nach Zuweisung der ditto blocks im Speicher-Pool ist es möglich, dass mehrere Kopien auf einer einzigen Festplatte abgelegt werden. Ein Ausfall einer ganzen Festplatte kann folglich bedeuten, dass sämtliche ditto blocks unverfügbar sind. Die Verwendung von ditto blocks kann hilfreich sein, wenn Sie versehentlich einen nicht-redundanten Pool erstellen und Richtlinien für die Datenaufbewahrung festlegen müssen. In folgendem Blog wird ausführlich darauf eingegangen, wie sich die Erstellung von Kopien auf einem System mit Einzelplatten-Pool oder Mehrplatten-Pool auf den Datenschutz im Allgemeinen auswirken kann: http://blogs.sun.com/relling/entry/zfs_copies_and_data_protection Weitere Informationen zum Setzen von ZFS-Eigenschaften finden Sie unter Setzen von ZFS-Eigenschaften. Verbesserte Ausgabe von zpool statusRelease Solaris 10 8/07: Mit dem Befehl zpool status -v können Sie sich eine Liste der Dateien mit dauerhaften Fehlern ausgeben lassen. In früheren Versionen mussten die Dateinamen mithilfe des Befehls find -inum anhand der Liste der angezeigten Knoten ermittelt werden. Weitere Informationen zum Anzeigen einer Liste von Dateien mit dauerhaften Fehlern finden Sie unter Reparatur beschädigter Dateien bzw. Verzeichnisse. Verbesserungen für ZFS mit Solaris iSCSIRelease Solaris 10 8/07: In diesem Solaris-Release können Sie durch Setzen der Eigenschaft shareiscsi im ZFS-Volume ein ZFS-Volume als ein Solaris iSCSI-Zielgerät erstellen. Mithilfe dieses Verfahrens können Solaris iSCSI-Zielgeräte schnell eingerichtet werden. Beispiel:
Nach dem Erstellen des iSCSI-Zielgeräts muss der iSCSI-Initiator definiert werden. Informationen zur Einrichtung eines Solaris iSCSI-Initiators finden Sie in Kapitel 14, Configuring Solaris iSCSI Targets and Initiators (Tasks) in System Administration Guide: Devices and File Systems. Weitere Informationen zur Verwaltung eines ZFS-Volumes als iSCSI-Zielgerät entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Verwendung von ZFS-Volumes als Solaris-iSCSI-Zielgerät. ZFS-Befehlsprotokoll (zpool history)Release Solaris 10 8/07: In diesem Solaris-Release protokolliert ZFS automatisch erfolgreich ausgeführte Aufrufe der Befehle zfs und zpool, die Daten zu Pool-Zuständen ändern. Beispiel:
Dank dieses Leistungsmerkmals können Sie oder Sun-Supportmitarbeiter genau feststellen, welche ZFS-Befehle bei der Behebung eines Fehlers ausgeführt wurden. Spezifische Speicher-Pools können mit dem Befehl zpool history identifiziert werden. Beispiel:
In diesem Solaris-Release werdenuser-ID, hostname und zone-name über den Befehl zpool history nicht aufgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie unter Verbesserungen des ZFS-Befehlsprotokolls (zpool history). Weitere Informationen zur Behebung von ZFS-Problemen siehe Erkennen von Problemen in ZFS. Verbesserungen der ZFS-EigenschaftenZFS-Eigenschaft xattrRelease Solaris 10 8/07: Mit der Eigenschaft xattr können Sie für ein bestimmtes ZFS-Dateisystem erweiterte Attribute deaktivieren oder aktivieren. Standardmäßig sind sie aktiviert. Eine Beschreibung von ZFS-Eigenschaften finden Sie unter ZFS-Eigenschaften. ZFS-Eigenschaft canmountRelease Solaris 10 8/07: Mit der neuen Eigenschaft canmount können Sie festlegen, ob ein Dataset mithilfe des Befehls zfs mount eingehängt werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Die Eigenschaft canmount. Benutzerdefinierte ZFS-EigenschaftenRelease Solaris 10 8/07: Zusätzlich zu den nativen Standardeigenschaften, die zum Exportieren interner Statistiken oder Steuern des ZFS-Dateisystemverhaltens dienen, unterstützt ZFS benutzerdefinierte Eigenschaften. Benutzerdefinierte Eigenschaften wirken sich nicht auf das ZFS-Verhalten aus, können jedoch zum Versehen von Datasets mit Informationen, die für Ihre lokalen Gegebenheiten wichtig sind, verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Benutzerdefinierte ZFS-Eigenschaften. Setzen von Eigenschaften beim Erstellen von ZFS-DateisystemenRelease Solaris 10 8/07: In diesem Solaris-Release können Sie Eigenschaften nicht nur nach, sondern auch bereits bei der Erstellung von Dateisystemen festlegen. Die folgenden Beispiele zeigen die entsprechende Syntax:
Anzeigen aller ZFS-DateisysteminformationenRelease Solaris 10 8/07: In diesem Solaris-Release können Sie sich mithilfe verschiedener Versionen des Befehls zfs get Informationen zu allen Datasets anzeigen lassen, wenn weder ein Dataset noch all angegeben wurde. Bisher war es nicht möglich, mit dem Befehl zfs get Informationen aller Datensätze anzuzeigen. Beispiel:
Neue Option F für -zfs receiveRelease Solaris 10 8/07: Sie können nun die neue Option -F für den Befehl zfs receive verwenden, um das Dateisystem auf den letzten Snapshot vor dem Empfang zurückzusetzen. Die Verwendung dieser Option kann erforderlich werden, wenn das Dateisystem zwischen dem Zeitpunkt des Rollbacks und des Beginns der receive-Operation geändert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Empfangen von ZFS-Snapshots. Rekursive ZFS-SnapshotsRelease Solaris 10 11/06: Wenn Sie zum Erstellen eines Dateisystem-Snapshots den Befehl zfs snapshot verwenden, können Sie durch die Verwendung der Option -r erreichen, dass für alle untergeordneten Dateisysteme rekursiv Snapshots erstellt werden. Darüber hinaus werden bei der Löschung eines Snapshots mit der Option - r alle nachfolgenden Snapshots rekursiv gelöscht. Rekursive ZFS-Snapshots werden schnell als eine einzige Kernoperation erstellt. Snapshots werden entweder zusammen (d. h. alle auf einmal) oder gar nicht erstellt. Der Vorteil solcher simultaner Snapshots besteht darin, dass die Snapshot-Daten auch bei Dateisystemhierarchien zu einem einzigen konsistenten Zeitpunkt erstellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen und Löschen von ZFS-Snapshots. RAID-Z-Konfiguration mit doppelter Parität (raidz2)Release Solaris 10 11/06: Redundante RAID-Z-Konfigurationen können jetzt einfache oder doppelte Parität besitzen. Das bedeutet, dass in einem System bis zu zwei Geräteausfälle ohne Datenverlust möglich sind. Eine RAID-Z-Konfiguration doppelter Parität kann mithilfe des Schlüsselworts raidz2 angegeben werden. Entsprechend können Sie für eine RAID-Z-Konfiguration mit einfacher Parität eines der Schlüsselwörter raidz oder raidz1 angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von RAID-Z-Speicher-Pools oder zpool(1M). Hot-Spares für ZFS-Speicher-PoolsRelease Solaris 10 11/06: Mithilfe der ZFS-Hot-Spare-Funktion können Sie Datenträger ermitteln, die zum Ersetzen eines ausgefallenen bzw. fehlerhaften Geräts in einem bzw. mehreren Speicher-Pools verwendet werden können. Das Vorsehen eines Datenträgers als Hot-Spare-Gerät bedeutet, dass bei Ausfall eines aktiven Datenträgers im Pool das Hot-Spare-Gerät diesen automatisch ersetzt. Alternativ dazu können Sie Datenträger in einem Speicher-Pool auch manuell durch ein Hot-Spare-Gerät ersetzen. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von Hot-Spares im Speicher-Pool und zpool(1M). Ersetzen eines ZFS-Dateisystems durch einen ZFS-Klon (zfs promote)Release Solaris 10 11/06: Der Befehl zfs promote ermöglicht es, ein vorhandenes ZFS-Dateisystem durch einen Klon desselben zu ersetzen. Diese Funktion ist hilfreich, wenn Sie an verschiedenen Versionen eines Dateisystems Tests ausführen und danach eine alternative Version des Dateisystems zum aktiven Dateisystem machen möchten. Weitere Informationen finden Sie in Ersetzen eines ZFS-Dateisystems durch einen ZFS-Klon und zfs(1M). Aufrüsten von ZFS-Speicher-Pools (zpool upgrade)Release Solaris 10 6/06: Mit dem Befehl zpool upgrade können Sie ein Upgrade eines Speicher-Pools vornehmen, um die neuesten Funktionen zu nutzen. Darüber hinaus wurde der Befehl zpool status so geändert, dass Sie jetzt darauf hingewiesen werden, wenn Pools mit älteren Versionen laufen. Weitere Informationen finden Sie unter Aufrüsten von ZFS-Speicher-Pools und zpool(1M). Wenn Sie die ZFS-Administrationskonsole auf einem System mit einem Pool aus früheren Solaris-Versionen nutzen möchten, müssen Sie die Pools vor Verwendung der ZFS-Administrationskonsole aufrüsten. Mit dem Befehl zpool status lässt sich ermitteln, ob Pools aufgerüstet werden müssen. Informationen zur ZFS-Administrationskonsole finden Sie unter Webbasierte ZFS-Verwaltung. ZFS-Befehle „backup“ und „restore“ wurden umbenanntRelease Solaris 10 6/06: In diesem Solaris-Release heißen die Befehle zfs backup und zfs restore nun zfs send und zfs receive. Diese Namen geben die Funktion der Befehle genauer wieder. Diese Befehle dienen zum Speichern und Abrufen von ZFS-Datenstreaminstanzen. Weitere Informationen zu diesen Befehlen finden Sie unter Senden und Empfangen von ZFS-Daten. Wiederherstellen gelöschter Speicher-PoolsRelease Solaris 10 6/06: Dieses Solaris-Release enthält den Befehl zpool import -D. Damit können Sie Pools wiederherstellen, die zuvor mit dem Befehl zpool destroy gelöscht wurden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Wiederherstellen gelöschter ZFS-Speicher-Pools. Integration von ZFS mit Fault ManagerRelease Solaris 10 6/06: Dieses Release enthält ein integriertes ZFS-Diagnoseprogramm, das Pool- und Datenträgerausfälle diagnostiziert und meldet. Darüber hinaus werden auch mit solchen Pool- bzw. Datenträgerausfällen im Zusammhang stehende Prüfsummen-, E/A-, Geräte- und Poolfehler gemeldet. Das Diagnoseprogramm enthält keine Funktion zur Früherkennung von Prüfsummen- bzw. E/A-Fehlern und umfasst auch keine auf Fehleranalysen beruhenden proaktiven Operationen. Bei einem ZFS-Ausfall wird von fmd in etwa die folgende Meldung angezeigt:
Durch Überprüfen der empfohlenen Aktion, die nach den spezifischeren Anweisungen im Befehl zpool status angezeigt wird, können Sie die Fehlerursache schnell erkennen und beheben. Ein Beispiel für die Wiederherstellung des Normalbetriebs nach einem aufgetretenen ZFS-Problem finden Sie unter Reparieren eines ausgefallenen Geräts. Neuer Befehl zpool clearRelease Solaris 10 6/06: Dieses Release enthält den Befehl zpool clear, mit dem Fehlerzähler für Geräte- bzw. Poolausfälle zurückgesetzt werden können. In früheren Versionen wurden Fehlerzähler bei der Wiederinbetriebnahme eines Datenträgers im Pool mithilfe des Befehls zpool online zurückgesetzt. Weitere Informationen finden Sie unter zpool(1M) und Löschen von Gerätefehlern im Speicher-Pool. Kompaktes Format von NFSv4-ZugriffssteuerungslistenRelease Solaris 10 6/06: In diesem Release sind für NFSv4-Zugriffssteuerungslisten drei Formate verfügbar: ausführlich, positional und kompakt. Mit den neuen kompakten und positionalen Zugriffssteuerungslistenformaten können Zugriffssteuerungslisten gesetzt und angezeigt werden. Mit dem Befehl chmod können Sie alle drei Zugriffssteuerungslistenformate setzen. Mit dem Befehl ls -V können Sie Zugriffssteuerungslisten im kompakten und positionalen Format, mit ls -v im ausführlichen Format anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Setzen und Anzeigen von Zugriffssteuerungslisten an ZFS-Dateien im Kompaktformat, chmod(1) und ls(1). Dienstprogramm fsstat zum Überwachen von DateisystemenRelease Solaris 10 6/06: Zum Melden von Operationen an Dateisystemen steht das neue Dienstprogramm fsstat zur Dateisystemüberwachung zur Verfügung. Aktivitäten können nach Einhängepunkt oder Dateisystemtypen protokolliert werden. Das folgende Beispiel zeigt eine allgemeine Aktivität eines ZFS-Dateisystems.
Weitere Informationen finden Sie in der Manpage fsstat(1M). Webbasierte ZFS-VerwaltungRelease Solaris 10 6/06: Zum Ausführen vieler Administrationsaufgaben steht ein webbasiertes ZFS-Verwaltungsprogramm zur Verfügung. Mit diesem Programm können Sie folgende Aufgaben ausführen:
Sie können mithilfe eines sicheren Webbrowsers unter der folgenden URL auf die ZFS-Administrationskonsole zugreifen:
Wenn Sie die entsprechende URL eingeben und die ZFS-Administrationskonsole nicht erreichen, kann es sein, dass deren Server nicht läuft. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um den Server zu starten:
Geben Sie den folgenden Befehl ein, wenn der Server beim Hochfahren des Systems automatisch gestartet werden soll:
Hinweis – Die Solaris Management Console (smc) kann nicht zur Verwaltung von ZFS-Speicher-Pools bzw. -Dateisystemen verwendet werden. Was ist ZFS?Das ZFS-Dateisystem ist ein revolutionäres neues Dateisystem, das die Verwaltung von Dateisystemen grundlegend ändert. Es besitzt Leistungsmerkmale und Vorteile, die in keinem anderen heutzutage verfügbaren Dateisystem zu finden sind. ZFS ist robust, skalierbar und einfach zu verwalten. Speicher-Pools in ZFSDie physische Datenspeicherung beruht bei ZFS auf dem Konzept der Speicher-Pools. Früher wurden Dateisysteme auf ein einziges physisches Datenspeichergerät aufsetzend konzipiert. Damit mehrere Datenspeichergeräte addressiert werden können und Datenredundanz möglich wird, entwickelte man sogenannte Volume Manager, durch die Dateisysteme nur einen Datenträger „sehen“, wo tatsächlich mehrere Datenträger vorhanden sind. So mussten Dateisysteme nicht modifiziert werden, damit sie mit einem System mehrerer Datenspeichergeräte arbeiten können. Dieses Design fügte ein neues Komplexitätsniveau hinzu und behinderte bestimmte Weiterentwicklungen an Dateisystemen, da das Dateisystem keine Kontrolle über die physische Speicherung von Daten auf den zu einem virtuellen System zusammengefassten einzelnen Datespeichergeräten (Volumes) hatte. In ZFS ist diese Verwaltung einzelner Volumes nicht mehr erforderlich. Anstatt einer erzwungenen Erstellung virtueller Volume-Systeme fasst ZFS Datenspeichergeräte in so genannten Speicher-Pools zusammen. Ein solcher Speicher-Pool beschreibt die physischen Eigenschaften der Speicherung (Gerätestruktur, Datenredundanz usw.) und fungiert als flexibler Datenspeicher, aus dem Dateisysteme erstellt werden können. Dateisysteme sind nicht mehr auf individuelle Datenträger beschränkt und können den Speicherplatz im Pool gemeinsam nutzen. Sie müssen die Kapazität eines Dateisystems nicht mehr vorher angeben, da diese automatisch innerhalb des im Speicher-Pool zugewiesenen Speicherplatzes erweitert werden. Wenn ein Pool um neuen Speicherplatz erweitert wird, können alle Dateisysteme dieses Pools diesen neuen Speicherplatz sofort nutzen, ohne dass dafür Konfigurationen geändert werden müssen. Ein Speicher-Pool verhält sich in vielerlei Hinsicht wie ein virtuelles Speichersystem. Wenn ein System um neue DIMM-Speicherchips erweitert wird, brauchen Sie auf Betriebssystemebene keine Befehle einzugeben, mit denen dieser neue Speicher konfiguriert und zu einzelnen Prozessen zugewiesen werden muss. Alle Prozesse des Systems verwenden automatisch diesen zusätzlichen Speicherplatz. Transaktionale SemantikZFS ist ein transaktionales Dateisystem. Das bedeutet, dass der Dateisystemstatus auf dem Datenträger stets konsistent ist. Bei herkömmlichen Dateisystemen werden vorhandene Daten überschrieben. Dies kann dazu führen, dass sich ein Dateisystem in einem undefinierten Status befindet, wenn beispielsweise zwischen dem Zeitpunkt der Zuweisung eines Datenblocks und dem der Verknüpfung mit einem Verzeichnis ein Stromausfall aufgetreten war. Früher wurde dieses Problem durch den Befehl fsck behoben. Dieser Befehl überprüfte den Dateisystemstatus auf Konsistenz und versuchte, Dateisystembereiche in einem undefinierten Status zu reparieren. Diese Methode verursachte Systemadministratoren viele Unannehmlichkeiten und bot nicht die Garantie, alle Probleme zu beheben. Zuletzt wurden Dateisysteme entwickelt, die auf dem Konzept des so genannten Journaling beruhen. Beim Journaling werden Aktionen in einem eigenen „Journal“ festgehalten, das im Falle von Systemcrashs sicher eingespielt werden kann. Diese Methode verursachte jedoch unnötigen Datenverarbeitungsaufwand, da Daten zweimal geschrieben werden müssen. Darüber hinaus entstanden oft weitere Probleme, wenn beispielsweise das Journal nicht fehlerfrei gelesen werden konnte. Transaktionale Dateisysteme verwalten Daten mithilfe der so genannten Copy on Write-Semantik. Bei diesem Verfahren werden niemals Daten überschrieben, und jegliche Folge von Vorgängen wird entweder vollständig ausgeführt oder ganz ignoriert. Das bedeutet, dass ein Dateisystem bei diesem Verfahren durch Stromausfälle oder Systemabstürze grundsätzlich nicht beschädigt werden kann. Deswegen ist ein Befehl der Art fsck nicht mehr erforderlich. Obwohl ganz zuletzt gespeicherte Daten unter Umständen verloren gehen können, bleibt das Dateisystem an sich stets konsistent. Darüber hinaus werden (mithilfe des O_DSYNC-Flags geschriebene) synchrone Daten stets vor der Rückkehr geschrieben, sodass sie niemals verloren gehen. Prüfsummen und Daten mit SelbstheilungsfunktionIn ZFS werden alle Daten und Metadaten mit Prüfsummen versehen, die durch einen benutzerspezifisch auswählbaren Algorithmus berechnet werden. Wegen der zusätzlichen Schicht der Datenträgerverwaltung und des grundsätzlichen Aufbaus herkömmlicher Dateisysteme führen solche Systeme mit Prüfsummenfunktionalität die Prüfsummenberechnung datenblockweise aus. Aufgrund des herkömmlichen Designs dieser Dateisysteme kann es vorkommen, dass bestimmte Fehlersituationen wie z. B. das Speichern eines Datenblocks an einem falschen Speicherort zu Daten mit korrekten Prüfsummen führen, obwohl die Daten tatsächlich fehlerhaft sind. ZFS-Prüfsummen werden so gespeichert, dass solche Fehlersituationen erkannt und der ordnungsgemäße Zustand des Dateisystems wiederhergestellt werden kann. Alle Prüfsummenberechnungen und Datenwiederherstellungen finden auf Dateisystemebene statt und sind so für Anwendungsprogramme sichtbar. Darüber hinaus bietet ZFS Selbstheilungsfunktionen für Daten. ZFS unterstützt Speicher-Pools mit unterschiedlichen Stufen der Datenredundanz einschließlich Datenspiegelung und eine RAID-5-Variante. Bei Erkennung beschädigter Datenblöcke ruft ZFS die unbeschädigten Daten von einer redundanten Kopie ab und repariert die beschädigten Daten, indem es diese mit der unbeschädigten Kopie ersetzt. Konkurrenzlose SkalierbarkeitZFS wurde von Grund auf mit dem Ziel entwickelt, eine für Dateisysteme bislang unerreichte Skalierbarkeit bereitzustellen. Das Dateisystem beruht auf der 128-Bit-Architektur, was die Speicherung von 256 Billiarden Zettabyte Daten ermöglicht. Alle Metadata werden dynamisch zugewiesen. Damit entfällt die Notwendigkeit, Inodes vorher zuweisen bzw. die Skalierbarkeit eines Dateisystems bei der ersten Erstellung anderweitig einschränken zu müssen. Alle Algorithmen wurden im Hinblick auf eine bestmögliche Skalierbarkeit entwickelt. Verzeichnisse können bis zu 248 (256 Billionen) Einträge enthalten, und für die Anzahl der Dateisysteme bzw. die Anzahl der in einem Dateisystem enthaltenen Dateien bestehen keine Beschränkungen. ZFS-SnapshotsEin Snapshot ist eine schreibgeschützte Kopie eines Dateisystems bzw. Volumes. Snapshots können schnell und einfach erstellt werden. Anfänglich belegen Snapshots keinen zusätzlichen Speicherplatz im Pool. Mit der Änderung von Daten innerhalb des aktiven Datasets belegt der Snapshot mehr Speicherplatz, da weiterhin Verweise auf die älteren Daten gespeichert sind. So verhindern Snapshots, dass der von den Daten belegte Speicherplatz für den Pool freigegeben wird. Vereinfachte AdministrationEine der wichtigsten Eigenschaften von ZFS ist das erheblich vereinfachte Administrationsmodell. Durch hierarchische Dateisystemstrukturen, Eigenschaftsvererbung sowie automatische Verwaltung von Einhängepunkten und NFS-Netzwerksemantik können in ZFS Dateisysteme auf einfache Weise erstellt und verwaltet werden, ohne dass dafür mehrere Befehle erforderlich sind oder Konfigurationsdateien bearbeitet werden müssen. Sie können auf einfache Weise Kontingente bzw. Reservierungen vornehmen, Datenkomprimierung aktivieren/deaktivieren oder Einhängepunkte für mehrere Dateisysteme mit einem einzigen Befehl verwalten. Datenspeichergeräte können überprüft bzw. repariert werden, ohne dass dafür Kenntnisse über einen separaten Volume Manager-Befehlssatz erforderlich sind. Sie können eine unbegrenzte Anzahl sofortiger Dateisystem-Snapshots erstellen sowie von einzelnen Dateisystemen Sicherungskopien erstellen und diese Dateisysteme aus Sicherungskopien wiederherstellen. ZFS verwaltet Dateisysteme über eine Hierarchie, die eine vereinfachte Verwaltung von Eigenschaften wie z. B. Kontingenten, Reservierungen, Komprimierung und Einhängepunkten ermöglicht In diesem Modell werden Dateisysteme zur zentralen Verwaltungsstelle. Dateisysteme sind (vergleichbar mit einem neuen Verzeichnis) an sich sehr kostengünstig. Deswegen sollten Sie für jeden Benutzer und Arbeitsbereich sowie für jedes Projekt ein neues Dateisystem erstellen. Dieses Design ermöglicht sehr fein abgestimmte Verwaltungsknoten. In ZFS verwendete BegriffeIn diesem Abschnitt werden die im vorliegenden Dokument verwendeten Begriffe erläutert:
Konventionen für das Benennen von ZFS-KomponentenJede ZFS-Komponente muss nach den folgenden Regeln benannt werden:
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